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INTRO

Benvenuto, Herzlich Willkommen, auf meinem Blog

Als ich 2010 nach Deutschland kam, habe ich hier begonnen, mir mein Heimweh von der Seele zu schreiben. Daraus sind inzwischen viele Kategorien entstanden, die ich je nach Stimmung nach und nach angelegt habe. Am umfangreichsten wurde mit der Zeit die Kategorie „iL Tedesco – Der Deutsche“ in der ich nicht nur über die Liebe meines Lebens geschrieben habe, sondern auch vieles aus meinem eigenen Leben verarbeitet habe. Anfang 2013 fiel dann die Entscheidung, die Geschichte komplett zu erzählen. Zusammengefasst ist sie in meinem soeben erschienenen Roman.

Das INTERVIEW zum Roman: -> INTERVIEW

Cover-Print

“iL Tedesco – Der Deutsche” ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> ibooks-Apple

Die Fortsetzung – „La Tedesca – Die Deutsche“ – wird 2014 erscheinen.

(Cover-Foto: © pitrs – Fotolia.com / Coverdesign: Kopainski Artwork)

Nachfolgend ein kurzer Überblick, was ihr sonst noch im Blog findet:

iL Tedesco: die Geschichten bildeten die Grundlage für den gleichnamigen Roman von mir

Daily: ein paar kurze Gedanken zu Alltäglichem

STRANDGESCHICHTEN: was ich so in Italien erlebt habe

ABSCHIED: wie ich Italien verließ und nach Deutschland kam

HEIMATURLAUB: zu Besuch zu Hause in Italien

ARBEIT: mein Job, was ich tue

ZUHAUSE: mein Elternhaus und mein Haus am Meer

P.S. viele Geschichten haben eine Fortsetzung, die sind dann nummeriert, neueste immer zuoberst

Vor zwei Wochen fuhr ich durch die Hügel der Emilia Romagna, als meine Tochter plötzlich sagte „du musst immer an das Geschenk denken.“ Ich blickte sie verständnislos an. „Schau mal“, fuhr sie fort, „wenn man klein ist, und sich etwas ganz doll zu Weihnachten wünscht, dann kann man sich nicht vorstellen, dass man es tatsächlich auch bekommen wird. Ein richtig großes Geschenk, das ist so unglaublich, man kann es sich einfach nicht vorstellen.“
Ich blickte immer noch etwas ratlos drein.
„Und dann kommt dazu, dass du genau weißt, an welchem Tag Weihnachten ist. Aber auch das kannst du dir nicht wirklich vorstellen. Du kannst weder glauben, dass wirklich Weihnachten sein wird, noch, dass du das Geschenk bekommst, das du dir so sehr wünscht.“
„Okay, aber, was willst du damit sagen?“, fragte ich sie.
„Schau, es ist doch so. Du wünscht es dir so sehr, kannst aber nicht glauben, dass du es wirklich bekommst. Aber“, sie machte eine kurze Pause, „aber, in Wirklichkeit wurde dein Wunsch schon erfüllt, das Geschenk wurde schon lange gekauft, es wurde eingepackt, und steht schon die ganze Zeit, während du noch zweifelst, im Schrank. Es muss nur noch herausgenommen und dir gegeben werden. Dein Wunsch ist praktisch schon fertig erfüllt, während du noch zweifelst, ob er sich je erfüllen wird.“
Ich war baff. Ich fand diese Erkenntnis so unglaublich schön. Denn ich übertrug sie sofort auf alle möglichen Dinge. Dinge im Leben. Wünsche, Hoffnungen, die wir hegen, aber voller Zweifel sind, ob wir sie je bekommen, ob sie sich je erfüllen. Wenn uns die Zweifel daran auffressen, um den Schlaf bringen, uns hoffnungslos werden lassen. Wenn wir eigentlich aufgeben wollen, weil uns etwas unerreichbar scheint. Und ja, vielleicht hat uns das Leben, das Schicksal, wie immer wir es nennen wollen, bereits unser sehnlich erwartetes Geschenk in den Schrank gestellt. Mit einer großen schönen Schleife drum herum. Und es dauert nicht mehr lange, dann bekommen wir, was wir wollten. Es ist quasi sicher, nur der Zeitpunkt fehlt noch. Mich macht der Gedanke froh. Er hilft mir, Zweifel und Sorgen beiseite zu schieben. Ich stelle mir seitdem immer vor, wie das, was mir so wichtig ist, bereits nebenan im Schrank steht. Bereit zur Auslieferung. Deshalb, egal was es ist, was für euch wichtig ist, egal, wie unvorstellbar es erscheint… denkt an „das Geschenk“.

VERLÄNGERT BIS 30 November

Ich verlose einen KINDLE, verlosen trifft es nicht ganz, eigentlich soll er eher eine Belohnung sein. Teilnehmen kann jeder. Worum es geht, nun, dafür müsst ihr jetzt ein bisschen lesen.

Vor knapp einem Jahr erschien mein erster Roman, „iL Tedesco – Der Deutsche“. Wie darin angekündigt, wird es eine Fortsetzung geben, der Titel dazu steht auch bereits fest „La Tedesca – Die Deutsche“. Nun ist ein Buch zu schreiben eine Sache, aber nicht minder schwierig ist es, das richtige Cover für das Buch auszusuchen. Und nachdem ich seit Wochen auf der Suche danach bin, kam mir die Idee, meine Leser um Hilfe zu bitten. Konkret, ich will Fotos, die sich als Cover für das neue Buch eignen würden. Und dafür bekommt der Einsender, dessen Bild es wird, einen KINDLE von mir, und dazu natürlich eine signierte Ausgabe des Taschenbuchs mit „seinem“ Cover, sowie eine Erwähnung im Impressum.

Wie es funktioniert:

1. Natürlich soll das Cover zum Buch passen, daher ist es notwendig, den nachfolgenden Epilog aus meinem ersten Roman zu lesen, um ein geeignetes Bild zu finden:

EPILOG aus iL Tedesco

Aus den geplanten ein bis zwei Monaten in Deutschland sind nun bereits drei Jahre geworden, die ich in München lebe. Nach und nach, als Schmerz, Heimweh und Traurigkeit ihre Umklammerung etwas lösten, begann ich, mich umzusehen, hier. Dabei kollidierte mein südländisches Temperament und meine Auffassung von Organisation sehr häufig mit meinem Umfeld. Ausgestattet mit einem Wortschatz, der fast komplett auf dem Stand der sechziger Jahre war, völlig unerfahren was Dinge wie Schnee und Kälte anbelangt, Rotwein und leichte italienische Küche liebend, war es eine aufregende, harte, lehrreiche, aber auch wunderbare Zeit, die ich hier verbracht habe. Ursprünglich dachte ich, meinen Aufenthalt hier auch noch in die Geschichte von Il Tedesco mit aufzunehmen. Aber dann habe ich gemerkt, dass in diesen drei Jahren so viel passiert ist, ich so viel erlebt habe, dass es den Rahmen gesprengt hätte. Eine Firmenübernahme, ein betrügerischer Geschäftsführer, meine Erlebnisse im ersten Winter, Restaurantbesuche, neue Freunde, fremde Bräuche, meine Heimaturlaube. So viele Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, die ich in der Fortsetzung von Il Tedesco zusammenfassen möchte. Der Titel steht bereits fest: La Tedesca – die Deutsche.
(Auszug aus iL Tedesco – Der Deutsche, erschienen: Taschenbuch ebook )

Gelesen? Gut, dann weiter zum zweiten Punkt

2. Ein Coverbild zu finden ist schwierig, es muss bei mir „Klick“ machen, aber natürlich sollte es auch möglichst viele Leser ansprechen. Der neue Roman schildert meine Zeit hier in Deutschland sowie meine Heimaturlaube in Italien. Statt in Ruinen herumzuklettern, werde ich plötzlich Geschäftsfrau, lerne das Land kennen, sehne mich aber auch nach Zuhause. Diesen „Bogen“ sollte das Cover spannen.

Was nicht sein sollte:

- keine Menschen auf dem Bild, zumindest nicht frontal, also mit Gesicht erkennbar
– nicht zu viel Lokalkolorit, ich bin zwar in München, aber für mich ist München auch Deutschland, und nicht jeder Leser kann sich mit Lederhosen und Weißwürsten identifizieren, mir wäre etwas allgemein Deutsches daher lieber

3. Bildrechte

Ganz wichtig, sendet mir keine Fotos, die ihr irgendwo gefunden habt. Für solche Bilder gibt es Bilddatenbanken, die kann ich selber durchforsten und die Rechte dann auch entsprechend erwerben. Sende also nur ein Foto ein, das Dir gehört, denn um es als Cover verwenden zu können, muss ich auch die Rechte von dir direkt erwerben können.

4. Der KINDLE

Wenn unter den eingesendeten Fotos ein Bild ist, das ich als Cover verwende, benötige ich dazu dann die Abtretung aller Rechte am Bild. Dafür erhält der Gewinner von mir einen „KINDLE ebook reader“ (6 Zoll, E Ink Display). Das Gerät ist selbstverständlich neu und unbenutzt. Zusätzlich bekommt der Gewinner eine Ausgabe des Taschenbuchs „La Tedesca – Die Deutsche“ mit persönlicher Signatur.

Was ist, wenn keines der eingesendeten Bilder als Cover ausgewählt wird?

Dann entscheidet das Los unter allen Einsendern, wer den KINDLE bekommt! Er geht somit auf jeden Fall an einen der Einsender.

5. Rechtliches

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich versichere, dass ich keines der mir zugesendeten Fotos ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Einsenders verwenden werde. Alle mir zugesendeten Fotos, sowie ebenfalls die zugehörigen Emails, werden nach der Aktion von mir gelöscht. Ich speichere keinerlei Daten der Einsender. Ich bewahre lediglich die mir zugesendeten Emails im Postfach meines Mailproviders bis zum Aktionsende auf. Auch versende ich ungefragt keine Emails an die Absender (KEINE Info- oder Werbemails).
Jeder Einsender eines Fotos versichert, dass er die Rechte an den mir zugesandten Fotos besitzt. Für mir zugesandte Fotos, an denen fremde Rechte bestehen, haftet alleine der Einsender.
Die Aktion läuft vorläufig bis 01.November 2014. Da der Erscheinungstermin des neuen Romans auf Anfang Dezember festgelegt ist, kann es sein, dass ich die Aktion nochmals verlängere.

UND WOHIN SOLLEN DIE FOTOS GESENDET WERDEN?

Bitte schickt eure Bilder ausschließlich an: chiaras_buch@yahoo.com
Bitte gebt im Betreff „Cover“ an und schreibt euren Namen mit in die email

Bis hierhin alles gelesen? Super, dann los, durchforstet eure Fotosammlung, knipst ein tolles Bild, ich freue mich auf eure Einsendungen und danke euch jetzt schon für eine rege Teilnahme

Herzlichst

Eure

Chiara

La Tedesca

Träger, heißer Nachmittag. Die Luft duftet nach sonnenverbranntem Gras. In der Ferne rumpelt ein Traktor übers staubige Feld. Die Luft flimmert.
Der eiskalte Weißwein kondensiert sofort aussen am Glas und hinterlässt eine kleine Pfütze auf dem Tisch.
Eine Fliege torkelt träge durch die Luft, während die schroffen Gipfel des Apennin hinter einem Schleier aus Hitzedunst verschwimmen.
In die andere Richtung kämpft das tiefe blau des Meeres mit dem endlosen blau des Himmels um die schönere Farbe.
Sommer. Zuhause. Italien.

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Egal ob für den Strand, den See, den schattigen Platz auf dem Balkon oder auch die Couch an einem Gewittertag, lesen macht immer Spaß. Deshalb verlose ich bis Ende des Monats einen „KINDLE ebook reader“ (6 Zoll, E Ink Display). Und, wer es nicht so mit ebooks hat, der zweite Sieger bekommt eine Taschenbuchausgabe meines Romans „iL Tedesco – Der Deutsche“ mit einer persönlichen Signatur.

Die Teilnahme ist ganz einfach: Jeder, der mir bis zum 31. Juli 2014 per e-mail mindestens zwei Ortschaften nennt, die in meinem Roman vorkommen, nimmt an der Verlosung teil.

Ihr müsst das Buch dazu auch nicht extra kaufen, es genügt, wenn ihr auf der Amazon-Seite: http://www.amazon.de/dp/B00GY3Z2BE auf den Button „Blick ins Buch“ klickt. In der Buchvorschau auf den ersten Seiten kommen bereits einige Orte vor.

WICHTIG: Bitte sendet mir eure Antworten ausschließlich an diese Email Adresse: chiaras_buch@yahoo.com

Ich freue mich auf eine rege Teilnahme und wünsche euch viel Erfolg (und ich weiß jetzt schon, dass es mir wieder das Herz brechen wird, dass ich nicht allen Einsendern den Preis zusenden kann).

Herzliche Grüße

Eure

Chiara

P.S. Noch ein paar Hinweise: der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, die Ziehung erfolgt im Losverfahren, die Lose wird Alessandra ziehen. Die Gewinner werden von mir per e-mail benachrichtigt. Bis zur Ziehung speichere ich alle eingehenden Mails, nach der Ziehung lösche ich selbstverständlich alle Einsendungen. Auch versichere ich, dass ich die Mailadressen der Einsender weder weitergebe, noch von mir aus benutze, außer für die Gewinnbenachrichtigung.
Der „KINDLE ebook reader“ ist ein Gerät von Amazon, ich erwerbe es auch dort und sende es in der Originalverpackung an den Gewinner weiter.

iL Tedesco – Der Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> ibooks-Apple

Link zum Interview:

DAS INTERVIEW ZUM ROMAN: INTERVIEW

Und das gibt es zu gewinnen:

Kindle

Heute Morgen schrieb ich auf Twitter, dass ich meine Augenringe nach einer
schlaflosen Nacht dem Sturm in München, der schwülen Luft und dem kommenden Vollmond zu verdanken habe. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Kurz bevor ich schlafen gehen wollte, habe ich noch nach meinem Roman geschaut. Und der stand bei Amazon auf einer neuen Rekordmarke. Platz 2.751 mag zwar nicht berauschend klingen, aber von mehreren Millionen Büchern, die dort angeboten werden, ist das für mich als Autorin schlicht atemberaubend. Denn das das ist das Ranking wirklich aller Bücher, also nicht nach Kategorien. Dort war ich nämlich sogar auf Platz 56, in Belletristik.

Warum ich das hier so ausführlich schreibe? Weil das nur möglich ist, weil Menschen mein Buch tatsächlich lesen. Und diesen Lesern möchte ich DANKE sagen, Danke fürs Lesen, Danke für das schöne Feedback, dass ihr mir gebt. Danke dafür, dass ihr euch die Mühe macht, mir zu schreiben, dass euch das Buch gefallen hat, Danke für die vielen Fotos, die ihr mir schickt, mit euch und meinem Buch darauf. Das rührt mein Herz!

Ich war mir kurz nach der Veröffentlichung von „iL Tedesco“ nicht sicher, ob ich wirklich die angekündigte Fortsetzung schreiben werde. Aber nach all den schönen Erlebnissen, dem vielen Lob und der häufigen Frage, wann Teil zwei kommt, ist natürlich klar, dass ich die Fortsetzung ebenfalls veröffentlichen werde. Ich arbeite fleißig daran!

Herzliche Grüße

Chiara

Cover

Gestern habe ich Rotwein getrunken. Das ist an sich nicht weiter erwähnenswert, ich trinke ständig Rotwein. Ich wusste gar nicht mehr, wo die Flasche herkam. Es war ein französischer Wein. Literflasche. Mit Schraubverschluss. Landwein. Vermutlich Plörre. Keine großartigen Angaben auf dem Etikett. Ich gebe zu, ich habe kurz gezögert, bevor ich ihn aufgemacht habe. Die Farbe: blass. Ich mag keine Weine, durch die man durchsehen kann, ich mag die dunklen, schweren Weine, die fast wie dickes schwarzes Blut aussehen. Ich habe vorsichtig daran gerochen. Ein Wirrwarr an Aromen schlug mir aus dem Glas entgegen. Dann, ein vorsichtiger erster Schluck, während ich eigentlich schon überlegte, welchen „echten“ Wein ich mir aus dem Keller hole. Aber irgendetwas an dem Geschmack löste eine ganz entfernte Assoziation bei mir aus. Ich nahm das Glas mit auf die Terrasse, nippte ein paar Mal daran und schloss dann die Augen. Gerade noch war es kühl, aber plötzlich fühlte ich die Sonne auf meiner Haut, sah weite Felder, mit Sonnenblumen, Lavendel und Weizen. Und ich ließ mich in dieses Bild fallen, war plötzlich in der Provence, stellte mir den Bauern vor, der diesen Wein gemacht hatte. Der vielleicht wußte, dass das nie ein großer Jahrgang werden würde, aber der sich bemühte, das, was sein Feld und seine Reben hergeben, so gut wie möglich zu nutzen. Ich sah ihn vor mir, wie er abends vom Feld heimkam, die schweren Stiefel abstreifte, sich ein Glas von diesem Wein einschenkte, eine Gauloise dazu anbrannte und in den Sonnenuntergang blickte. Und wie er sich daran freute, dass es sein Wein war, sein eigener Wein. Den er die nächsten Jahre immer besser machen würde, so lange, bis er zufrieden damit war. Und in Gedanken lächelte ich ihn an, sagte „salute“ zu ihm und freute mich mit ihm darauf.

Feld

Für mich ist Ostern etwas Besonderes. Etwas besonders Schönes. Es komprimiert für mich mit den wenigen Tagen von Karfreitag bis Ostermontag ganze Lebenssituationen. Ich bin zwar gläubig, aber mein Glaube ist sehr wenig an eine der führenden Weltreligionen angelehnt. Dennoch deprimiert mich der Karfreitag immer ein wenig. Tanzverbot, Jesuswitze, traurige Filme, Ablehnung auf der einen Seite, zu große Dramatisierung auf der anderen. Der Ostersamstag ist dann irgendwie schon entspannter, ein Tag, der „so dazwischen“ hängt, ohne feste Richtung, aber mit der Aussicht auf zwei weitere Tage, an denen man schöne Dinge tun kann. Und dann kommt der Bilderbuchtag. Der Ostersonntag, ein ganz besonderer Sonntag, hat man ihn doch quasi doppelt, durch den darauffolgenden Feiertag. Alles, was man sonst sonntags macht, immer auch ein bisschen hektisch, weil man ja ganz viel Entspannung reinpacken möchte, ist plötzlich leicht, unbeschwert. Weil man ja am Ostermontag noch einmal dazu Gelegenheit hat. Und so bedeuten diese vier Tage für mich, dass man sich erst ein bisschen durchkämpfen muss, dann durchatmet und dann alles gut wird. Wie so oft auch im Leben. Und anders als Weihnachten, wenn man in ein oft ungewisses neues Jahr aufbricht, ist man Ostern schon ein wenig etabliert, im neuen Jahr. Der Frühling hat schon begonnen, alles ist schon im Fluss, nicht mehr ganz neu, aber dafür unaufgeregter. Und so kann jeder, ob nun Ostern für ihn ein christliches Fest ist, oder „nur“ ein paar Feiertage, dieses Fest auf seine Art genießen. Denn diese kurze Auszeit, die die Seele streichelt und einfach ein wenig Hektik nimmt, tut uns allen so gut. Also ist es ein Aufbruch, ein Neuanfang, eine Orientierungshilfe, wie auch immer jeder das für sich auslegen mag, ganz egal, es ist gut. Und so bekommt vielleicht auch für den einen oder anderen der Begriff „gesegnetes Ostern“ eine neue Bedeutung. Denn Segen ist nicht nur etwas Liturgisches, Segen ist etwas, das wir in vieler Hinsicht verwenden. „Es ist ein Segen“ ist längst auch im Sprachgebrauch verankert, für etwas allgemein Gutes. In diesem Sinne, wünsche ich allen ein gesegnetes Osterfest.

Ostern

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