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Archive for the ‘Heimaturlaub 2012’ Category

In der Pizzaria

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Weil ich Mittags schon Essen war, teile ich mir die Pizza mit meiner Nichte.
Ich werde schief angeschaut, weil ich statt wie üblich Bier, Rotwein dazu bestelle. Aber endlich wieder Rotwein zu bekommen, der nicht die Tortour eines Transports über den Brenner hinter sich hat, darauf hab ich mich zu sehr gefreut.

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Emotional wiederholt sich dieses Jahr eigentlich alles, was ich letztes Jahr bei meinem Heimaturlaub zu Ostern erlebt habe. Warum gerade Ostern? Weil das bei uns ein großes Fest ist. Im August und zu Pfingsten habe ich viel Zeit mit Freunden am Strand verbracht. Ostern ist familiärer. Und für ganze Tage am Strand ist es noch nicht warm genug. Aber ich will das nicht wieder alles hier aufwärmen. Letztes Jahr stand ich unter Schock. Aus den vermeintlich ein bis zwei Monaten Deutschland war ein halbes Jahr geworden, und selbst mit viel „schönreden“ war mir klar, dass es noch einige Monate, wenn nicht Jahre mehr werden würden.
Dieses Jahr ist mein Gefühl anders. Ich bin ausgepowert, müde und aus Verzweiflung ist eine Ungeduld geworden, die ich mit 70-Stunden Arbeitswochen zu kompensieren versuche. Immerhin werde ich dieses Jahr auf insgesamt drei Monate in Italien kommen, das ist ein viertel Jahr, 25%, ok, drei Monate klingt am besten…
Ich habe diesmal Goethe im Gepäck, „die italienische Reise“, da ich deutsche Wurzeln habe, dachte ich mir, ich sollte es lesen. Von ihm stammt der in der Überschrift zitierte Satz vom Land, in dem die Zitronen blühen. An meinem kleinen Haus am Meer habe ich heute gesehen, dass mein Zitronenstrauch ein paar Früchte trägt. Das paßt, dachte ich mir da, und plötzlich war meine Anspannung, wie ich diese paar Tage hier maximal nutze, wie weggefegt.
Ich bin heute, glaube ich zum ersten mal, am Tag von Deutschland aus nach Italien gefahren. Ich wollte das, ich wollte es sehen, wollte verstehen, was anders ist.
Was ich in dem Jahr verstanden habe ist, dass ich sehr Stolz auf meine deutschen Wurzeln sein kann. Deutschland ist ein wunderbares Land. Und ich habe nun auch kapiert, dass die Deutschen zwar pausenlos auf ihr Land schimpfen, aber im Grunde doch ganz stark verwurzelt sind. Zuerst hatte mich das nämlich sehr irritiert. Italiener halten ihr eigenes Land prinzipiell für das beste, schönste und tollste Land überhaupt. Unser Nationalstolz ist unerschütterlich. Deutsche dagegen reden alles schlecht. Als ich neu war, habe ich gedacht, ohje, ich bin in einem Land, dass die eigenen Leute nicht ausstehen können. Jetzt habe ich dieses „Spiel“ durchschaut. Dieses Geschimpfe gehört einfach dazu, eine Marotte, aber eine Liebenswerte.
Ich ertappe mich ab und an dabei, wie ich mir überlege, wie wunderbar wohl eine Mischung aus beiden Mentalitäten wäre. Das „beste aus zwei Welten“, wie mir neulich jemand hier geraten hat. Und dann erkenne ich die große Chance. Ich bin eine Mischung aus einem deutsch-italienischen Genmix. Es liegt an mir, die jeweils besseren Seiten herauszuarbeiten, eine spannende Aufgabe, die mir irgendwie gut gefällt.

Auf dem Foto sieht man meinen Zitronenbaum 🙂

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Auf der Fahrt

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Auf dem Rastplatz in Bozen fiel mir plötzlich auf, dass hier alles schon grün ist.

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