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Posts Tagged ‘rotwein’

Tja, nun ist er vorbei, der Sommer. Irgendwann endet er ja immer, aber wenn er so lange, so heiß und so ausgedehnt wie dieses Jahr war, dann fällt es irgendwie besonders schwer, sich wieder einzufinden.
Als ich Donnerstag nacht in München ankam, landete ich auch gleich im Mega-Herbstwetter. Ein aberwitziges Talent von mir, oder nur Zufall? Ich weiß es nicht. Aber ich werde lieber mal nicht wiederholen, was ich ab dem Brenner alles so an Schimpfwörtern von mir gegeben habe …

Nachdem das Wetter ja sowohl hier als auch in meiner Heimat Italien so früh bereits so gut war, bin ich, ohne es wirklich zu merken, bereits Anfang Juni mehr und mehr einfach immer tiefer in die Sommerferien eingetaucht.

Und plötzlich war da dieses Gefühl. Diese nicht mehr gekannte Ruhe, dieses Sich-Treiben-Lassen. Ich weiß nicht mehr, wann genau es war, aber plötzlich konnte ich die Hinweistöne meines Handys nicht mehr ertragen. Plötzlich war es mir selbst zu viel, private Nachrichten zu beantworten, jeden Tag immer akribisch alles abzuarbeiten. Und so habe ich mein Handy irgendwann einfach abgeschaltet und in die Schublade gelegt. Wer mich erreichen wollte, konnte das ganz klassisch über meinen Festnetzanschluss tun. Und wenn ich unterwegs war – dann war das eben so. Kein Anrufbeantworter, keine Nachrichtenanzeige über verpasste Anrufe. Ein unglaubliches Gefühl! Und dazu eine ungeheure Dankbarkeit, sich diesem Luxus hingeben zu dürfen – im einundzwanzigsten Jahrhundert.

Wenn man mich gefragt hat, was ich denn so treibe, im Urlaub, der eigentlich kein Urlaub war, sondern einfach ein langer Sommer, dann habe ich meist erst mal mit den Schultern gezuckt. Ich habe nichts Außergewöhnliches unternommen. Ich war am Meer, habe dort endlos lange Tage einfach genossen, war in den Bergen, bin viel Rad gefahren und habe noch mehr gegessen, neue Restaurants entdeckt und die Kontakte zu alten gepflegt. Ein Artikel fiel mir ein, von einem Designer, den ich vor vielen Jahren mal gelesen habe. Der war im Sommer immer mit seiner Familie am Meer und sagte, er reduziere sich dann auf die drei Grundbedürfnisse: spielen, essen, schlafen.

Es war eine schöne Auszeit. Und weil ich sie vorher nicht angekündigt habe, war ich auch nie unter Druck, sie beenden zu müssen. Aber ich hatte das auch so gar nicht geplant, es hat sich ergeben, nach und nach, dieses Loslassen. Es tut gut, nicht mehr bei jedem Summen des Handys aufzuspringen, es tut gut, wieder zu der Gelassenheit gefunden zu haben, die ich früher hatte, als ich mir nicht wegen allem ständig Gedanken gemacht habe.

Und natürlich steigert so eine Phase auch die Kreativität. Ich habe unzählige Buchideen entwickelt, durchdacht, wieder verworfen, einfach genossen, dass sich nach und nach neue Ideen herauskristallisiert haben. Früher hatte ich immer wieder mal – ganz klassisch – während der Arbeit an einem Roman diese Phasen, in denen einfach nichts geht, eine Schreibblockade. Diesmal ging es mir aber nach meinem letzten Roman so, kurz nachdem »Die Sizilianerin« veröffentlich war, konnte ich mir nicht mehr vorstellen, noch mal ein Buch zu schreiben. Gedankenchaos im Kopf!

Tief in mir drin bin ich das Mädchen vom Land. Ich habe das einmal in einem Buch beschrieben, diese Zeit, die einem ein ganzes Jahr lässt, wenn man aussät, bis man erntet. Pflanzen wachsen nicht in wenigen Minuten. Sie fordern auch nicht im Sekundentakt deine Aufmerksamkeit. Sie sind Teil eines großen Ganzen, wie wir alle. Mich hat die Hektik der sozialen Netzwerke zuletzt einfach oft überfordert. Irgendwie sehe ich die Networks wie eine Pyramide. Ganz unten, als solides Fundament, steht die E-Mail. Ich mag E-Mails. Sie sind wie Briefe. Man kann sich Zeit lassen, sie zu beantworten. Dann kommen Netzwerke wie mein Blog, meine Facebook Seite, Instagram. Die Kommentare auf dortige Postings sind überschaubar und nicht eilig. Und ganz oben kommt dann Twitter. Ein Kurznachrichtendienst, ursprünglich. Ein Mini-Blog, der schnelle Statements zulässt, aber auch schnelle Reaktionszeiten fordert. Und damit gelegentlich überfordert. Zumindest ging es mir zuletzt so.
Ich werde mich künftig mehr auf Inhalte konzentrieren, über meine aktuellen Projekte berichten, ein bisschen plaudern. Aber ich möchte mich damit nicht mehr hetzen, es ruhiger angehen, mich wieder mehr aufs Schreiben konzentrieren. Ihr hört also überwiegend auf meinem Blog von mir, auf meiner FB-Seite und auf Instagram. Und wer es gerne schnell serviert bekommt, kann all diese Inhalte auch bequem mit meiner App abrufen.

Das Wetter war doch noch gnädig mit mir, es wurde sogar etwas sonnig heute. Und ja, alle hier erzählen mir, wie großartig der Spätsommer noch werden wird. Auch da bin ich inzwischen gelassener. Ich besitze ja nun schon eine ganze Menge warmer Kleidung und habe über die Jahre gelernt, dass man bei zwölf Grad nicht erfrieren wird. Sondern nur frieren wird 🙂

Das bringt mich nun auch zur Überleitung. Mein Roman »Die alte Abtei« ist ja in zweiter Auflage erschienen und neben einem leicht überarbeiteten Cover findet sich darin auch am Ende des Buchs eine Szene, in der ich beschreibe, wie ich es fast jedes Jahr empfinde, wenn der Sommer endet. Ich habe hier noch einen ganzen Stapel der neuen Auflage und werde in ein paar Tagen einige signierte Bücher verlosen.

Und nun heißt es, ein paar gute Flaschen Rotwein bereitzulegen, denn nichts macht den Herbst erträglicher, als ein tröstender Schluck von einem Wein, der die Erinnerung an sonnige Tage in seinen Trauben gespeichert hat.

Eure

Chiara Ravenna

summerend

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Der Sommer war lang und heiß gewesen. Ich war wieder in mein kleines Haus am Meer gezogen. Es waren endlose und unbeschwerte Tage in diesem Sommer, tagsüber am Strand und abends mit Ausflügen in die Hügel, um etwas Abkühlung bei einem guten Abendessen zu finden. Ich ließ mich im Rhythmus der Natur treiben, ging oft früh schlafen und stand mit der Sonne auf. Es waren diese Tage, in denen man denkt, sie würden niemals enden, weil man sich einfach nicht vorstellen kann, irgendwann noch einmal etwas anderes zu machen, als sich völlig im Fluss mit sich selbst zu befinden.

Aber, wie jedes Jahr, wurden irgendwann die Schatten länger, der Tag ging früher und die Sonne stand später auf. Die ersten Freunde mussten abreisen, weil ihre Jobs auf sie warteten, und dann kommt immer dieser Tag, an den man lange nicht denken will, an dem es zum ersten Mal zu kühl wird, um zu schwimmen oder am Strand zu liegen, und man wehrt sich noch ein wenig dagegen, aber schließlich akzeptiert man es, und was bleibt sind die Erinnerungen, die man mitnimmt, in den Winter, und die einem Hoffnung geben, auf den nächsten Sommer, in dem sich dieses Unbeschwerte wiederfindet, und das ist letztlich das Glück, das man fühlt, die Erinnerungen an wundervolle Stunden.

Ende Oktober kamen die ersten Herbststürme, die den Winter ankündigten. Die Strände waren längst abgebaut und die letzten Touristen abgereist. Ich hatte in dieser Zeit immer wenig zu tun, niemand hatte Lust, jetzt, so spät im Jahr, noch eine Baustelle einzurichten. So saß ich selten im Büro und dafür um so öfter bei Paolo in der Bar, las dort, schrieb an Freunde und trank Wein – schweren roten Wein – der ein bisschen half, das Wetter nicht ganz so grässlich zu finden.

Die Zeilen oben sind aus meinem Roman ’’Die alte Abtei’’. Wie jedes Jahr fällt mir diese Zeit, in der es plötzlich so früh dunkel wird, die Tage kurz und kalt sind, sehr schwer. Ich brauche ewig, mich daran zu gewöhnen und kann gar nicht so viel Kleidung anziehen wie ich friere. Aber natürlich ist das rein subjektiv. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die blühen auf, weil ihnen oft zu heiß war. Die freuen sich auf Schnee, Glühwein und kuschelige Abende Zuhause – im besten Fall am Kamin.

Wie geht es euch? Welche Jahreszeit genießt ihr am meisten? Welche Zeit im Jahr ist ’’eure’’ Zeit?

Wenn dir der Beitrag gefallen hat freue ich mich über ein ’’like’’ und natürlich ganz besonders, wenn du mich abonnierst.

Falls du Fragen hast, oder dir spezielle Themen wünscht, schreib mir einen Kommentar.

Bis zum nächsten Mal

Seid lieb gegrüßt

Chiara

Herbst am Meer

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Hallo ihr Lieben,

ich werde künftig wieder ein wenig aktiver auf meinem Blog und auf meiner Facebook-Seite sein und habe dazu vor, ein paar feste Kategorien einzuführen, von denen ich hoffe, dass sie euch interessieren.

Heute will ich euch das neue Konzept vorstellen, ab morgen geht’s dann los mit den einzelnen Beiträgen. Mein Ziel ist, künftig circa vier- bis fünfmal die Woche etwas zu schreiben, und das eben mit einigermaßen festen Strukturen.

Hier nun die Kategorien, um die es geht:

1. Schreibtipps

Immer wieder werde ich von meinen Lesern gefragt, ob ich ein paar Tipps habe, weil sie auch gerne ein Buch schreiben würden. Irgendwie auch völlig nachvollziehbar, wer gerne liest, denkt irgendwann auch einmal darüber nach, selbst zu schreiben. Also verrate ich meine Strategien gegen Schreibblockaden, wie ich mir ein kreatives Umfeld schaffe, mit welchen Programmen ich schreibe und auf welchen Geräten und vieles mehr.

2. Wer viel arbeitet, muss auch gut essen

Klar, eins meiner Lieblingsthemen ist und bleibt das Essen. Wir alle arbeiten hart und viel und meist bleibt wenig Zeit, sich noch etwas Leckeres zu kochen. Hier werde ich meine Tipps verraten, wie man sich auf die Schnelle trotzdem ein vollwertiges Menü kocht, was meine liebsten Power-Snacks sind, welchen Wein ich empfehle und was eben sonst noch zu diesem Thema passt.

3. Meine bisher erschienen Bücher

Hier werde ich ein wenig näher darauf eingehen, was mich zum jeweiligen Buch bewogen hat, was meine eigenen Gedanken und Emotionen bei manchen Passagen sind, wie lange ich an den verschiedenen Titeln gearbeitet habe, wie ich auf das jeweilige Cover kam und so weiter.

4. Italientipps

Na klar, die dürfen nicht fehlen. Einfach ein paar Dinge, die einem das Leben und den Tag leichter machen, wenn man in meiner Heimat unterwegs ist. Meine Leser kennen das meiste davon aus meinen Büchern, aber ich werde es hier nach und nach noch einmal zusammenfassen und sicher fallen mir noch ein paar Dinge mehr ein, die wissenswert oder auch einfach zum Schmunzeln sind.

5. Freestyle – Gedanken, Gedichte, Aktuelles

Was immer mir gerade in den Sinn kommt, je nach Tag, nach Stimmung oder Weltlage, kurze Texte, die mir eingefallen sind, kleine Begebenheiten aus dem Alltag etc.

Natürlich gibt es auch weiterhin ganz aktuell Dinge die einfach so ’’zwischendurch’’ sind, die spontan ein Posting wert sind und woran ich gerade arbeite, oder was ich gerade verlose oder sonst so treibe.

Keinen interessiert alles!

Auch das ist mir klar. Aber wenn euch ein Thema nicht anspricht, dann gebt doch einfach dem darauf folgenden eine neue Chance, ich werde immer der Reihe nach durchwechseln, so dass es nicht eintönig wird.

Wenn euch das Konzept gefällt, dann abboniert bitte meinen Blog.

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Sollten euch zusätzliche Themen oder ganz spezielle Fragen interessieren, dann schreibt mir das einfach in die Kommentare.

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Liebe Grüße

Eure

Chiara

books

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