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Posts Tagged ‘Chiara Ravenna’

Tja, nun ist er vorbei, der Sommer. Irgendwann endet er ja immer, aber wenn er so lange, so heiß und so ausgedehnt wie dieses Jahr war, dann fällt es irgendwie besonders schwer, sich wieder einzufinden.
Als ich Donnerstag nacht in München ankam, landete ich auch gleich im Mega-Herbstwetter. Ein aberwitziges Talent von mir, oder nur Zufall? Ich weiß es nicht. Aber ich werde lieber mal nicht wiederholen, was ich ab dem Brenner alles so an Schimpfwörtern von mir gegeben habe …

Nachdem das Wetter ja sowohl hier als auch in meiner Heimat Italien so früh bereits so gut war, bin ich, ohne es wirklich zu merken, bereits Anfang Juni mehr und mehr einfach immer tiefer in die Sommerferien eingetaucht.

Und plötzlich war da dieses Gefühl. Diese nicht mehr gekannte Ruhe, dieses Sich-Treiben-Lassen. Ich weiß nicht mehr, wann genau es war, aber plötzlich konnte ich die Hinweistöne meines Handys nicht mehr ertragen. Plötzlich war es mir selbst zu viel, private Nachrichten zu beantworten, jeden Tag immer akribisch alles abzuarbeiten. Und so habe ich mein Handy irgendwann einfach abgeschaltet und in die Schublade gelegt. Wer mich erreichen wollte, konnte das ganz klassisch über meinen Festnetzanschluss tun. Und wenn ich unterwegs war – dann war das eben so. Kein Anrufbeantworter, keine Nachrichtenanzeige über verpasste Anrufe. Ein unglaubliches Gefühl! Und dazu eine ungeheure Dankbarkeit, sich diesem Luxus hingeben zu dürfen – im einundzwanzigsten Jahrhundert.

Wenn man mich gefragt hat, was ich denn so treibe, im Urlaub, der eigentlich kein Urlaub war, sondern einfach ein langer Sommer, dann habe ich meist erst mal mit den Schultern gezuckt. Ich habe nichts Außergewöhnliches unternommen. Ich war am Meer, habe dort endlos lange Tage einfach genossen, war in den Bergen, bin viel Rad gefahren und habe noch mehr gegessen, neue Restaurants entdeckt und die Kontakte zu alten gepflegt. Ein Artikel fiel mir ein, von einem Designer, den ich vor vielen Jahren mal gelesen habe. Der war im Sommer immer mit seiner Familie am Meer und sagte, er reduziere sich dann auf die drei Grundbedürfnisse: spielen, essen, schlafen.

Es war eine schöne Auszeit. Und weil ich sie vorher nicht angekündigt habe, war ich auch nie unter Druck, sie beenden zu müssen. Aber ich hatte das auch so gar nicht geplant, es hat sich ergeben, nach und nach, dieses Loslassen. Es tut gut, nicht mehr bei jedem Summen des Handys aufzuspringen, es tut gut, wieder zu der Gelassenheit gefunden zu haben, die ich früher hatte, als ich mir nicht wegen allem ständig Gedanken gemacht habe.

Und natürlich steigert so eine Phase auch die Kreativität. Ich habe unzählige Buchideen entwickelt, durchdacht, wieder verworfen, einfach genossen, dass sich nach und nach neue Ideen herauskristallisiert haben. Früher hatte ich immer wieder mal – ganz klassisch – während der Arbeit an einem Roman diese Phasen, in denen einfach nichts geht, eine Schreibblockade. Diesmal ging es mir aber nach meinem letzten Roman so, kurz nachdem »Die Sizilianerin« veröffentlich war, konnte ich mir nicht mehr vorstellen, noch mal ein Buch zu schreiben. Gedankenchaos im Kopf!

Tief in mir drin bin ich das Mädchen vom Land. Ich habe das einmal in einem Buch beschrieben, diese Zeit, die einem ein ganzes Jahr lässt, wenn man aussät, bis man erntet. Pflanzen wachsen nicht in wenigen Minuten. Sie fordern auch nicht im Sekundentakt deine Aufmerksamkeit. Sie sind Teil eines großen Ganzen, wie wir alle. Mich hat die Hektik der sozialen Netzwerke zuletzt einfach oft überfordert. Irgendwie sehe ich die Networks wie eine Pyramide. Ganz unten, als solides Fundament, steht die E-Mail. Ich mag E-Mails. Sie sind wie Briefe. Man kann sich Zeit lassen, sie zu beantworten. Dann kommen Netzwerke wie mein Blog, meine Facebook Seite, Instagram. Die Kommentare auf dortige Postings sind überschaubar und nicht eilig. Und ganz oben kommt dann Twitter. Ein Kurznachrichtendienst, ursprünglich. Ein Mini-Blog, der schnelle Statements zulässt, aber auch schnelle Reaktionszeiten fordert. Und damit gelegentlich überfordert. Zumindest ging es mir zuletzt so.
Ich werde mich künftig mehr auf Inhalte konzentrieren, über meine aktuellen Projekte berichten, ein bisschen plaudern. Aber ich möchte mich damit nicht mehr hetzen, es ruhiger angehen, mich wieder mehr aufs Schreiben konzentrieren. Ihr hört also überwiegend auf meinem Blog von mir, auf meiner FB-Seite und auf Instagram. Und wer es gerne schnell serviert bekommt, kann all diese Inhalte auch bequem mit meiner App abrufen.

Das Wetter war doch noch gnädig mit mir, es wurde sogar etwas sonnig heute. Und ja, alle hier erzählen mir, wie großartig der Spätsommer noch werden wird. Auch da bin ich inzwischen gelassener. Ich besitze ja nun schon eine ganze Menge warmer Kleidung und habe über die Jahre gelernt, dass man bei zwölf Grad nicht erfrieren wird. Sondern nur frieren wird 🙂

Das bringt mich nun auch zur Überleitung. Mein Roman »Die alte Abtei« ist ja in zweiter Auflage erschienen und neben einem leicht überarbeiteten Cover findet sich darin auch am Ende des Buchs eine Szene, in der ich beschreibe, wie ich es fast jedes Jahr empfinde, wenn der Sommer endet. Ich habe hier noch einen ganzen Stapel der neuen Auflage und werde in ein paar Tagen einige signierte Bücher verlosen.

Und nun heißt es, ein paar gute Flaschen Rotwein bereitzulegen, denn nichts macht den Herbst erträglicher, als ein tröstender Schluck von einem Wein, der die Erinnerung an sonnige Tage in seinen Trauben gespeichert hat.

Eure

Chiara Ravenna

summerend

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Beendet. Ganz herzlichen Dank für die rege Teilnahme. Alle Gewinner wurden von mir per Direktnachricht informiert.

Einer meiner Romane, ’’Chiara und die alte Abtei’’, ist zur Buchmesse in Leipzig in der zweiten Auflage erschienen. Und weil ja Ostern auch noch vor der Türe steht, verlose ich einen Kindle und ein paar signierte Ausgaben der neuen Auflage.
Das besondere an dieser zweiten Auflage ist, dass ich das Cover etwas habe anpassen lassen, ein klein wenig düsterer, besser passend zu der an manchen Stellen leicht gruseligen Story.

Was kannst Du gewinnen?

Ich verlose für Platz 1 einen neuen weißen Kindle, das Gerät ist noch an kein Benutzerkonto gebunden, ich habe lediglich die ’’Alte Abtei’’ aufgespielt. Dazu kommt noch eine signierte Ausgabe des Taschenbuchs.

Platz 2 und 3 erhalten jeweils eine Ausgabe des Taschenbuchs mit Signatur nach Wunsch.

Wie kannst Du nun gewinnen?

Ganz einfach, ein Stück weiter unten findest Du eine kleine Textprobe aus dem Buch. Und damit läßt sich auch die Lösungsfrage schnell beantworten: Was ist in der Story ’’Chiara und die alte Abtei’’ DER Lieblingsdrink, den sich Chiara meist jeden Abend nach der Arbeit in ihrer Bar gönnt?

Die Teilnahme ist ganz einfach: Schicke die Lösung entweder per DM auf Twitter, oder instagram oder per FB Nachricht oder via g+ in Hangouts. Bitte schreib die Lösung nicht in die Kommentare, nur direkte Nachrichten nehmen an der Verlosung teil. Und natürlich solltest Du mir zumindest in einem dieser Netzwerke auch folgen, um teilzunehmen.

Da ich mir dachte, Ostern will man ja auch ein wenig ausspannen und relaxen, wollen wir uns keinen Streß machen und so kannst Du bis Sonntag nach dem Osterwochenende teilnehmen, die Teilnahme ist also bis zum Sonntag, den 08. April, 24 Uhr möglich.

Hier die Leseprobe aus dem Roman:

… Zurück im Dorf parkte ich wieder auf meinem Stammplatz im Halteverbot, klemmte den Strafzettel zurück unter den Wischer, schmunzelte, welche Summe inzwischen schon aufgelaufen war, und ging dann geradewegs in die Bar. Francesco nickte mir zu und mixte mir unaufgefordert einen Campari Soda. Keine Ahnung, wie er das erraten hatte, aber das war mein üblicher Feierabend-Drink. Ein Spritzer Campari, viel Soda, viel Eis, gerade so, dass man wusste, jetzt beginnt der schönste Teil des Tages.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, runter ans Meer zu fahren, um mir dort ein schönes Lokal zu suchen, aber irgendwie konnte ich mich nicht recht aufraffen. Stattdessen ging ich in den kleinen Supermarkt im Ort, um endlich meinen Kühlschrank zu füllen. Francesco hatte mir gesagt, wo ich den Laden finden würde, aber tatsächlich war er so winzig und unscheinbar, dass ich zweimal glatt daran vorbeilief, bis ich ihn endlich entdeckte.

Wie immer waren die Preise in diesen winzigen Märkten umso höher, je kleiner die Ladenfläche war, und dieser hier war wirklich kaum mehr als ein Zimmer. Ich kaufte dennoch alles, was ich so brauchen konnte, nicht zuletzt, weil ich wusste, wie sehr diese Dorfläden um ihr Überleben kämpfen müssen, seit immer mehr Menschen in die Städte wegziehen und die großen Ketten mit ihren ständigen Sonderangeboten die Preise kaputt machten. Ich nahm Oliven, schwarze und grüne, Tomaten, Salat, Käse, ein wenig Schinken, viel Salami, noch ein wenig von allen Gemüsesorten, Rotwein, Weißwein, Wasser natürlich und Brot. Also das, was wir unter Brot verstehen. Ich habe eine deutsche Mutter, die mir gezeigt hat, was man in Deutschland für diverse, leckere Brotsorten kennt. Und hat man das einmal probiert, kommt einem unser Brot eher wie Schaumstoff vor. Schaumstoff ohne Geschmack. Aber nun, ich denke, jedes Land darf sich einen kleinen kulinarischen Ausrutscher erlauben – und der war bei uns eben das Brot.

Ich belud den Lift mit allem, was nach oben musste, ich selbst traute ihm immer noch nicht und schleppte mich wieder die ganzen fünf Stockwerke hoch.
Obwohl ich morgens gelüftet hatte, stand in der Wohnung die Hitze und ich flüchtete mich auf die Dachterrasse. Dort vertiefte ich mich den Rest des Abends in die Pläne der Abtei und naschte von den Oliven, dem Käse, der Wurst, begleitet von einem gelegentlichen Schluck Rotwein.

6.

Am nächsten Tag startete ich noch früher in Richtung Abtei. Heute stand viel auf meiner Liste, was ich erledigen wollte, und um Zeit zu sparen, hatte ich mir auch zu Essen und zu Trinken mitgenommen. Ich wollte die Mittagspause am See verbringen, eine Runde schwimmen und dazu einfach ein paar Kleinigkeiten essen. Ich war fast an der Abtei, als ich merkte, dass ich keine Zigaretten eingesteckt hatte. Laut einem Straßenschild musste es ein paar Kilometer weiter einen Ort geben und so fuhr ich an meiner Abzweigung vorbei und folgte der Straße eine Weile.
Schließlich sah ich ein paar Häuser, die förmlich auf einer Anhöhe klebten, und nahm die Abzweigung, die auf den letzten Metern steil nach oben führte. Wie üblich ging es durch ein schmales, altes Tor, um den Ortskern zu erreichen, und wieder war ich froh, mit dem kleinen Fiat gefahren zu sein und nicht mit meinem großen Geländewagen, den ich zuhause für meine Arbeit nutzte und der hier nie durch die schmalen Gassen gepasst hätte.
Der Ort hieß Rizzo, die Piazza war winzig, es schien neben der üblichen Bar nur noch ein Postamt zu geben, jedoch war ich mir nicht sicher, ob das überhaupt in Betrieb war. Aber, egal wie klein ein Ort ist, auf der Piazza stehen vor der Bar weiße Plastikstühle und darauf sitzen immer ein paar der Alten und schauen dem mehr oder weniger aufregenden Treiben zu. Hier war es wohl eher nicht so aufregend und ich hatte den Eindruck, die Ankunft einer jungen Frau mit langen Haaren in einem schicken kleinen Fiat würde hier mindestens eine Woche für Gesprächsstoff sorgen. Ich hielt direkt vor dem Eingang, nickte den paar Männern zu, die hier saßen, und ging nach drinnen. Die Bar war alt und heruntergekommen und vermutlich betrieb der Wirt sie eher nur aus Nostalgie oder Langeweile für die letzten paar Einwohner, die es hier noch gab. Eigentlich wollte ich lediglich eine Packung Zigaretten kaufen, aber mir tat dieser Verfall leid und so kaufte ich noch eine Flasche Cola, ein paar Schokoriegel, Wasser und eine Zeitung. Dazu bestellte ich mir einen caffè und ließ mich kurz an der Theke nieder. Der Mann hinter der Bar strahlte mich an, wischte fleißig über die ohnehin blank polierte Fläche und zelebrierte die kleine Tasse so, als hätte ich seinen teuersten Champagner geordert.
»Was macht eine junge Frau wie Sie hier oben bei uns?«, fragte er mich schließlich unumwunden.
»Ich arbeite unten an der alten Abtei.«
Er sah mich fragend an …

Soweit die Leseprobe, die Lösung hast Du sicherlich sofort gefunden. Unten findest Du noch den Link zum Videotrailer des Buchs.

Noch ein paar rechtliche Dinge: FB ist nicht Veranstalter dieser Verlosung. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Ich speichere keinerlei Teilnehmerdaten über das Gewinnspiel hinaus, auch die Adressen der Gewinner lösche ich sofort nach Versenden der Gewinne. Ich versende auch keinerlei weitere Werbung an meine Teilnehmer. Verlost werden nur die o. g. Sachpreise, eine Barauszahlung ist leider nicht möglich.

Chiara und die alte Abtei ist ab jetzt erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> itunes-Apple

-> Trailer zum Buch: youtube

KindleVerlosung

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Der Sommer war lang und heiß gewesen. Ich war wieder in mein kleines Haus am Meer gezogen. Es waren endlose und unbeschwerte Tage in diesem Sommer, tagsüber am Strand und abends mit Ausflügen in die Hügel, um etwas Abkühlung bei einem guten Abendessen zu finden. Ich ließ mich im Rhythmus der Natur treiben, ging oft früh schlafen und stand mit der Sonne auf. Es waren diese Tage, in denen man denkt, sie würden niemals enden, weil man sich einfach nicht vorstellen kann, irgendwann noch einmal etwas anderes zu machen, als sich völlig im Fluss mit sich selbst zu befinden.

Aber, wie jedes Jahr, wurden irgendwann die Schatten länger, der Tag ging früher und die Sonne stand später auf. Die ersten Freunde mussten abreisen, weil ihre Jobs auf sie warteten, und dann kommt immer dieser Tag, an den man lange nicht denken will, an dem es zum ersten Mal zu kühl wird, um zu schwimmen oder am Strand zu liegen, und man wehrt sich noch ein wenig dagegen, aber schließlich akzeptiert man es, und was bleibt sind die Erinnerungen, die man mitnimmt, in den Winter, und die einem Hoffnung geben, auf den nächsten Sommer, in dem sich dieses Unbeschwerte wiederfindet, und das ist letztlich das Glück, das man fühlt, die Erinnerungen an wundervolle Stunden.

Ende Oktober kamen die ersten Herbststürme, die den Winter ankündigten. Die Strände waren längst abgebaut und die letzten Touristen abgereist. Ich hatte in dieser Zeit immer wenig zu tun, niemand hatte Lust, jetzt, so spät im Jahr, noch eine Baustelle einzurichten. So saß ich selten im Büro und dafür um so öfter bei Paolo in der Bar, las dort, schrieb an Freunde und trank Wein – schweren roten Wein – der ein bisschen half, das Wetter nicht ganz so grässlich zu finden.

Die Zeilen oben sind aus meinem Roman ’’Die alte Abtei’’. Wie jedes Jahr fällt mir diese Zeit, in der es plötzlich so früh dunkel wird, die Tage kurz und kalt sind, sehr schwer. Ich brauche ewig, mich daran zu gewöhnen und kann gar nicht so viel Kleidung anziehen wie ich friere. Aber natürlich ist das rein subjektiv. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die blühen auf, weil ihnen oft zu heiß war. Die freuen sich auf Schnee, Glühwein und kuschelige Abende Zuhause – im besten Fall am Kamin.

Wie geht es euch? Welche Jahreszeit genießt ihr am meisten? Welche Zeit im Jahr ist ’’eure’’ Zeit?

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Falls du Fragen hast, oder dir spezielle Themen wünscht, schreib mir einen Kommentar.

Bis zum nächsten Mal

Seid lieb gegrüßt

Chiara

Herbst am Meer

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Du willst ein Buch schreiben? Du hast schon Bücher geschrieben? Heute will ich auf einen Tipp eingehen, den ich in einem Blog aus USA gelesen habe, der mich so fasziniert hat, gerade weil ich ihn vom ersten Buch an bereits genutzt habe. Ich kam mir damals etwas komisch vor, wusste nicht, dass man das durchaus so machen kann, beziehungsweise, dass andere Autoren auch so verfahren.Es geht darum, das Ende des Buchs zuerst zu schreiben. Was zunächst seltsam klingen mag, ergibt bei näherer Betrachtung absolut Sinn. Eine Story besteht aus diversen Handlungssträngen, die sich im Idealfall alle zum Ende des Buchs hin treffen. Es geht um eine Punktlandung. Die auch tatsächlich zu schaffen, ist nicht ganz leicht. Nun setze ich mich nicht vor ein leeres Manuskript und denke mir zuerst das Ende aus. Aber immer wenn ich die ersten Seiten der Geschichte begonnen habe, die Charaktere definiert sind, springe ich irgendwann ganz zum Ende und schreibe den Schluß. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt bereits, wo ich mit der Story hin will, wie sie enden wird und wie ich das Finale in Szene setze. Es hilft mir unglaublich, dass ich dann die Geschichte auf dieses Ende hin ausrichte. Ich kann schon den einen oder anderen Hinweis dazu einbauen, im Verlauf der Erzählung, fühle mich sicherer, das Buch auch zu Ende zu bringen.

Sicher, ist alles fertig geschrieben, bedarf es noch ein paar Anpassungen. Zum Beispiel in meinem aktuellen Roman, „Die Sizilianerin“, kann einer der Protagonisten in der Geschichte seine Hände kaum mehr bewegen. Um ein Haar hatte ich das in der Schlußszene übersehen. Man muss also das Ende der Story durchaus nochmals akribisch überarbeiten, damit schließlich alles stimmig ist. 

Selbstverständlich ist das keine in Stein gemeißelte Regel, die man so befolgen muss. Letztlich wird jeder Autor für sich selbst herausfinden, ob diese Variante für ihn Frage kommt.

Mir hat es sehr geholfen. Schreibt mir gerne eure Gedanken oder eure Vorgehensweise in die Kommentare.
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Bis zum nächsten Mal
Seid lieb gegrüßt

Chiara

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Wie angekündigt gibt es heute das erste meiner Rezepte. Aber – es geht hier nicht um aufwändige Menüs, nein, in dieser Rubrik geht’s um Power-Snacks, um schnelles, aber nahrhaftes Essen, wenn man im Business ist und keine Zeit hat, lange in der Küche zu stehen. Fast Food also. Chiara und Fast Food, wird sich mancher fragen, wie paßt das zusammen? »Gar nicht!«, ist die knappe Antwort darauf. Denn natürlich soll es schnell gehen, aber Fertigprodukte kommen uns deswegen noch lange nicht auf den Teller.

Das Entscheidende bei meinen Power-Snack-Rezepten ist, dass die Zutaten variieren können. Das ist wichtig, denn wenig Zeit zu haben bedeutet auch, nicht erst einkaufen zu können, sondern das zu verwenden, was die Küche gerade hergibt.

Heute machen wir uns auf die Schnelle ein Mozzarella-Sandwich aus dem Ofen.

Als Zutaten benötigt ihr ein Baguette, oder Brötchen, oder Toast, was immer gerade verfügbar ist. Dazu ein paar Oliven, Schinken oder Salami, Tomaten, Kräuter, Knoblauch, Salz, Pfeffer und natürlich Mozzarella sowie Olivenöl.

Zutaten

Backofen auf 200 Grad vorheizen, ein paar Grad hin oder her sind egal und während er warm wird, schneidet ihr die Tomaten und den Mozzarella in Scheiben. Habt oder mögt ihr Mozzarella nicht, nehmt einen Käse eurer Wahl. Halbiert die Oliven und teilt eine Knoblauchzehe. Beträufelt das Brot, nachdem ihr es mit Knoblauch eingerieben habt, mit etwas Öl, streut ein paar Kräuter darüber (idealerweise frisch gehackte, ansonsten eine Kräutermischung, die in der Regel alle dieselben Basics enthalten, wie Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei etc.), belegt die Brote sodann mit Schinken oder Salami, ich bevorzuge Prosciutto di Parma, oder gerne auch Serrano, aber das ist Geschmackssache. Dann kommen die Oliven und die Tomaten darauf, gerne auch ein paar Pilze oder Artischocken, was ihr eben gerade habt, es gibt keinerlei Limits. Zuletzt bedeckt ihr das Ganze mit dem Käse, noch ein paar Kräuter darüber, Salz und Pfeffer (beides bitte immer aus der Mühle. Wer einmal grobkörniges Salz selbst gemahlen hat wird nie wieder dieses widerliche Fertigsalz benutzen).
Jetzt kommen die belegten Teile circa vier Minuten in den Ofen. Sie sind fertig, wenn der Käse beginnt zu verlaufen.

Der Aufwand ist unwesentlich größer, als ein paar dieser Fertigteile aus der Tiefkühltruhe in den Ofen zu schieben, dafür sind sie wesentlich schneller fertig, da sie nicht auftauen müssen.
Ein wunderbarer Snack der für ein paar Stunden Energie gibt, ohne den Körper mit diesen teuflischen Fertiggewürzen zu belasten, die in diesem ganzen Tiefkühlfraß zu finden sind.

Laßt es euch schmecken und vergeßt nicht, das Ganze nach dem Essen mit einem starken Espresso abzurunden.

Mozzarella-Sandwich

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Bis zum nächsten Mal

Seid lieb gegrüßt

Chiara

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Hallo ihr Lieben,

ich werde künftig wieder ein wenig aktiver auf meinem Blog und auf meiner Facebook-Seite sein und habe dazu vor, ein paar feste Kategorien einzuführen, von denen ich hoffe, dass sie euch interessieren.

Heute will ich euch das neue Konzept vorstellen, ab morgen geht’s dann los mit den einzelnen Beiträgen. Mein Ziel ist, künftig circa vier- bis fünfmal die Woche etwas zu schreiben, und das eben mit einigermaßen festen Strukturen.

Hier nun die Kategorien, um die es geht:

1. Schreibtipps

Immer wieder werde ich von meinen Lesern gefragt, ob ich ein paar Tipps habe, weil sie auch gerne ein Buch schreiben würden. Irgendwie auch völlig nachvollziehbar, wer gerne liest, denkt irgendwann auch einmal darüber nach, selbst zu schreiben. Also verrate ich meine Strategien gegen Schreibblockaden, wie ich mir ein kreatives Umfeld schaffe, mit welchen Programmen ich schreibe und auf welchen Geräten und vieles mehr.

2. Wer viel arbeitet, muss auch gut essen

Klar, eins meiner Lieblingsthemen ist und bleibt das Essen. Wir alle arbeiten hart und viel und meist bleibt wenig Zeit, sich noch etwas Leckeres zu kochen. Hier werde ich meine Tipps verraten, wie man sich auf die Schnelle trotzdem ein vollwertiges Menü kocht, was meine liebsten Power-Snacks sind, welchen Wein ich empfehle und was eben sonst noch zu diesem Thema passt.

3. Meine bisher erschienen Bücher

Hier werde ich ein wenig näher darauf eingehen, was mich zum jeweiligen Buch bewogen hat, was meine eigenen Gedanken und Emotionen bei manchen Passagen sind, wie lange ich an den verschiedenen Titeln gearbeitet habe, wie ich auf das jeweilige Cover kam und so weiter.

4. Italientipps

Na klar, die dürfen nicht fehlen. Einfach ein paar Dinge, die einem das Leben und den Tag leichter machen, wenn man in meiner Heimat unterwegs ist. Meine Leser kennen das meiste davon aus meinen Büchern, aber ich werde es hier nach und nach noch einmal zusammenfassen und sicher fallen mir noch ein paar Dinge mehr ein, die wissenswert oder auch einfach zum Schmunzeln sind.

5. Freestyle – Gedanken, Gedichte, Aktuelles

Was immer mir gerade in den Sinn kommt, je nach Tag, nach Stimmung oder Weltlage, kurze Texte, die mir eingefallen sind, kleine Begebenheiten aus dem Alltag etc.

Natürlich gibt es auch weiterhin ganz aktuell Dinge die einfach so ’’zwischendurch’’ sind, die spontan ein Posting wert sind und woran ich gerade arbeite, oder was ich gerade verlose oder sonst so treibe.

Keinen interessiert alles!

Auch das ist mir klar. Aber wenn euch ein Thema nicht anspricht, dann gebt doch einfach dem darauf folgenden eine neue Chance, ich werde immer der Reihe nach durchwechseln, so dass es nicht eintönig wird.

Wenn euch das Konzept gefällt, dann abboniert bitte meinen Blog.

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Sollten euch zusätzliche Themen oder ganz spezielle Fragen interessieren, dann schreibt mir das einfach in die Kommentare.

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Liebe Grüße

Eure

Chiara

books

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Kapitel 3

1.

Emanuele hatte mich noch, ganz Gentleman, bis zum Hotel zurückbegleitet und dann standen wir einen Moment unschlüssig da, und als die Situation begann, peinlich zu werden, hatte ich ihm ganz förmlich die Hand hingestreckt und mich für den Abend bedankt. Dann sah ich zu, dass ich ins Hotel kam.
Die Lobby war jetzt nahezu leer, nur hier und da saßen noch ein paar Menschen in den Sesseln und auch die Bar war jetzt nur noch spärlich besetzt. Das Licht war gedämpft worden und die Hektik und der Hochbetrieb, die hier das Bild bestimmt hatten, waren einer fast intimen Ruhe gewichen, die mir nach dem Abend guttat. Eigentlich hatte ich gleich nach oben gehen wollen, aber dann entschied ich mich um und setzte mich wieder an meinen Platz an der Bar. Ich bestellte mir einen Averna mit viel Eis und einer Scheibe Zitrone und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Die Begegnung mit Emanuele war seltsam gewesen, auf eine Art, die ich nicht in Worte fassen konnte. Er schien den ganzen Abend auf etwas gewartet zu haben, war immer wieder einmal in Gedanken gewesen, zuweilen etwas zu unruhig. Andererseits hatte mir der Abend gutgetan. Er hatte mir ein wenig Normalität vermittelt, ein Abendessen, Gespräche, der Abschluss auf der Piazza. Wieder bedauerte ich, nicht einfach nur zum Vergnügen hier zu sein. Ich hatte mein Handy vor mir liegen, aber es gab noch immer keine Nachricht. Zum hundertsten Mal überlegte ich, was Carlos von uns wollte. Sicher ging es nicht um eine schnöde Erpressung, dazu hätte es nicht diesen Aufwand bedurft, mit den vielen Anrufen und diesem Anwalt, der ständig genervt hatte. Aber was sonst sollte er wollen? Ich dachte wieder an die Szene, damals in unserem Haus. Er und mein Vater hatten so eine Art Frieden miteinander geschlossen. Es war nichts mehr offen zwischen ihnen. Und mein Vater hatte ja auch nicht das geringste Interesse gezeigt, sich nur eine Sekunde länger mit Carlos zu beschäftigen. Ich kam auf keine Lösung und dieses Abwarten zermürbte mich zusehends. Kurz überlegte ich, ob ich besser abreisen sollte. Alles einfach auf sich beruhen lassen, hoffen, dass es sich in Wohlgefallen auflösen würde. Aber ich wusste natürlich, dass das keine Lösung war. Ich würde darüber verrückt werden, nie zu erfahren, worum es eigentlich ging. Ich hatte ausgetrunken, überlegte, noch eine Zigarette zu rauchen, aber das konnte ich bequemer auf der Terrasse in meinem Zimmer. Ich war plötzlich müde, einfach unendlich müde, und so schlurfte ich, fast schon taumelnd, den Gang entlang zu meinem Zimmer.

2.

Das Kartenlesegerät, um die Türe zu entsperren, funktionierte erst im dritten Anlauf und als ich nach dem Lichtschalter griff und ihn drückte, passierte nichts. Aus dem Zimmer kam mir nur heiße Luft entgegen, scheinbar war der Strom ausgefallen und somit auch die Klimaanlage. Das Fenster zur Terrasse stand weit offen und die Tüllvorhänge tanzten leicht im Wind, der vom Meer her wehte, und für einen Moment sahen sie aus wie Gespenster. Das Mondlicht tauchte das Zimmer in ein surreales weißliches Licht und der Mann, der mitten im Zimmer auf einem Stuhl saß und ganz gelassen rauchte, ließ meinen Körper eine solche Menge Adrenalin ausschütten, dass mir die Knie weich wurden.

»Sie kommen spät, Signora.« Seine Stimme klang ruhig, fast schon belustigt arrogant. Er hatte schwarzes Haar, leicht unordentlich, trug eine enge schwarze Lederjacke und obwohl es dunkel im Zimmer war, eine Sonnenbrille. Er lümmelte auf einem Stuhl, hatte den Kopf zurückgelegt und blies den Rauch seiner Zigarette gelassen in Richtung Zimmerdecke. Er hatte den Kopf nicht zu mir gedreht. Er schien sich sicher zu sein, dass ich alleine war, oder es war ihm egal. Das Mondlicht ließ seine leichten Bartstoppeln wie einen Schatten im Gesicht schimmern und all das gab ihm ein brutales, rücksichtsloses Aussehen.

Ich versuchte nochmals, das Licht anzuschalten. Er lachte höhnisch, rauchte weiter und sagte kein Wort.
»Wer …«, ich musste mehrmals schlucken und setzte nochmals an: »Wer sind Sie?«
»Signor Inzigniano schickt mich.«
Ich nickte in die Dunkelheit. Es war also so weit, sie nahmen Kontakt mit mir auf. Jetzt wurde es ernst. Das Spiel hatte begonnen.

smoker

La Siciliana – Die Sizilianerin:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Trailer zum Buch: youtube

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