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Tag 1 – Abreise und Ankunft

Ich verlasse München gegen halb neun Uhr Abends und bin in Hochstimmung, endlich darf ich nach Hause, wenn auch nur für eine Woche.
In Kufstein bin ich in einer dreiviertelstunde, am Brenner bereits nach zwei Stunden, und als ich das Grenzschild zu Italien sehe, bekomme ich Gänsehaut am ganzen Körper. Obwohl ich kaum geschlafen habe, bin ich so aufgedreht, dass ich die kurvige Autobahn in Südtirol ohne große Pause durchfahre. Zwei kurze Kaffestops genügen mir. Erst bei Verona werde ich langsam so müde, dass ich ein wenig schlafen muss.
Durch die Poebene führt mich der Mond, mit dem ich fast alleine auf der Strecke bin und gegen fünf Uhr morgens tanke ich, kurz bevor die Autobahn endet, an der letzten Tankstelle.

Ich wollte unbedingt zum Sonnenaufgang am Meer sein und als ich gegen halb sechs aus dem Auto steige, bin ich tatsächlich rechtzeitig da.
Es ist kalt und die Übermüdung tut ihr Übriges, so dass ich frierend das kurze Stück zum Leuchtturm laufe, an dem ich so oft war.
Tränen laufen mir übers Gesicht, als ich endlich wieder aufs Meer blicken darf und obwohl mir so kalt ist, bleibe ich fast eine Stunde und stehe einfach so da und kann es kaum glauben.

Dann fahre ich in mein Haus und lasse meine Tasche im Wohnzimmer einfach fallen, laufe durch alle Räume, schaue mir alles an, und obwohl es so klein ist hier, fast eng, und obwohl ich jetzt Monate in dieser viel zu großen Wohnung war, fühle ich mich sofort wieder Zuhause.

Ich dusche und dann gehe ich zurück zum Strand und Mario schließt gerade sein Bagno auf und als er mich kommen sieht strahlt er und ich renne los und fliege in seine Arme und er küßt mich ab und ich muss schon wieder heulen. Ich bekomme Caffè und ein Hörnchen mit Puddingfüllung, das klassische italienische Frühstück – elend ungesund, aber einfach unübertroffen.

Ich bin um 13.00 Uhr mit Freunden bei „Da Carlo“ verabredet, zum Mittagessen. Das fällt mir wieder ein, als ich gegen halb eins aufwache. Ich hatte mich hingelegt, und jetzt fühle ich mich, als hätte ich einen Jetlag. Hektisch springe ich ins Bad und weiß, dass ich das nie schaffen werde, bis eins. Ich merke, wie mein Puls steigt, bis mir plötzlich einfällt, dass ich Zuhause bin, in Italien. Eine Verabredung um eins ist eine ungefähre Zeitangabe. Niemand erwartet von mir, dass ich pünktlich da bin, niemand wird ärgerlich, wenn ich mich verspäte. Ich muss grinsen, schalte einen Gang zurück und komme irgendwann gegen halb zwei bei Da Carlo an. Das Restaurant liegt direkt am Strand, es gibt hier den besten Fisch an der ganzen Küste. Ich sage das nicht nur, weil Carlo mein Onkel ist – aber natürlich spielt es auch eine Rolle.
Meine Freunde sitzen draußen, an den Tischen, die direkt am Strand stehen und einen wundervollen Blick aufs Meer bieten. Als mich Carlo sieht, werde ich wieder abgeküßt, ich heule wieder und weiß jetzt schon, dass sich dieses Spiel die ganzen nächsten Tage wiederholen wird. Onkel Carlo bringt mir zuerst eine Vorspeise (er nennt es so), einen riesen Teller mit frittiertem gemischten Fisch, und danach gegrillte Tintenfische und wir reden alle durcheinander und ich beantworte tausende von Fragen und durch die Übermüdung und die vielen Eindrücke achte ich nicht so darauf, und plötzlich merke ich, dass ein Liter Wein mich doch heftig wegzubeamen beginnt, und ich versuche mit sehr viel Espresso gegenzusteuern und schließlich bin ich so satt und so voll, dass ich mich kaum mehr rühren kann und fühle mich so wohl wie schon lange nicht mehr.
Vom Lokal gehen wir an den Strand und die Ersten schwimmen bereits im Meer und ich ziehe meine Schuhe aus und genieße dieses gefühl, dass so lange Zeit für mich selbstverständlich gewesen war, bis ich fortgegangen bin.

Am Nachmittag schaue ich bei Paolo vorbei, in meiner Bar, in der ich jeden Tag zwei bis dreimal bin, und natürlich folgt dem Abküssen und heulen auch hier ein Glas Wein und ein üppiger Aperitivo.

Heute Abend fahre ich auf unseren Hof, dort treffe ich meine Familie, Verwandte, Bekannte – zu einem großen Abendessen. Es wird spät werden und ich werde dort in meinem alten Zimmer schlafen Aber dazu morgen mehr.

Rückblick, ca. 2004/ 2005

… ich wache auf, weil ich laute Stimmen höre und blinzle in die Sonne, die mir voll ins Gesicht strahlt und bin, wie immer morgens, ohne jede Orientierung. Mein Blick fällt auf Stefano, der noch schläft, und als sich der Nebel in meinem Kopf zu lichten beginnt, versetze ich ihm einen harten Schlag auf die Schulter. Er schaut mich entgeistert an, aber ich bin schon aus dem Bett gesprungen und schmeiße ihm seine Kleider ins Gesicht. Wir müssen letzte Nacht eingeschlafen sein, und wenn mein Vater ihn hier morgens in meinem Bett findet ist die Hölle los. Ich schicke ihn über die Hintertreppe aus dem Haus und stelle mich unter die Dusche. Von meinem Schlafzimmer aus sehe ich in die sanft ansteigenden Hügel der Emilia Romagna mit ihren vielen verstreuten Natursteinhäusern und den Weinbergen – und als mir bewusst wird, dass ich mit der Schule fertig bin und ein ganzer Sommer noch vor mir liegt, könnte ich heulen vor Glück.

Ich gehe nach unten in die Küche und Papa sitzt mit einem Mann am Tisch den ich vom Sehen her kenne, ein Agente Immobiliare, ein Makler, aus Ravenna und sie reden laut aufeinander ein und beachten mich nicht. Erst als ich Papa küsse, murmeln beide ein „Guten Morgen“ und setzen ihr Gespräch etwas leiser fort. Ich gehe zum Gasherd und schenke mir aus der Caffettiera einen Espresso ein und lehne mich mit dem Rücken an die Arbeitsplatte.

Mein Vater lacht gerade höhnisch und das Gespräch läuft in etwa so ab:

„Du bist ein Dummkopf, äh, niemand zahlt für so einen alten Haufen Steine die du Haus nennst Geld“ sagt mein Vater und lehnt sich zurück.

„Vittorio, du hast ja keine Ahnung, die Deutschen kaufen diese alten Häuser wie verrückt, erst haben sie am Gardasee gekauft, dann in der Toscana, und jetzt kommen sie zu uns. Gib mir dein Haus, was willst du noch damit?“

„Okay“ und mein Vater zieht dieses „okay“ so richtig in die Länge, „dann bring mir einen Käufer, der mir 50.000 dafür zahlt.“

„Vittorio, du spinnst“ sagt der andere. „50.000 Euro?“ Er lehnt sich zurück und taxiert meinen Vater. „Niemand außer dir wäre so dumm, das Haus für 50.000 herzugeben“

Das saß, mein Vater schnellt nach vorne, und ich kenne diesen Blick, wenn er merkt, ui, da lässt sich was teuer verkaufen. „Was meinst du mit dumm, äh, wie viel bekomme ich dafür?“

Lange schauen sie sich in die Augen, keiner spricht, mein Caffè wird kalt, dann beugt sich der andere ganz weit vor und sagt triumphierend: „Ich bringe Dir Käufer, die zahlen mindestens 100.000! Euro!“ Nun ist ja Euro auf italienisch schon lustig, wir sprechen es aus, wie man es schreibt, wir kennen kein „eu“, aber er zieht es richtig lang „E_ U_ R_ OOO“.

Unser Land ist groß, wir besitzen unzählige Hektar, und ich weiß, dass wir drei oder vier von diesen alten Ruinen besitzen, wie unsere ganzen Nachbarn auch. Alte Höfe, die irgendwann aufgegeben wurden, weil das Baurecht für ein neues Haus an anderer Stelle benötigt wurde, weil die Bewohner gestorben sind und die Kinder längst neue Häuser haben. Diese alten Natursteinhäuser, sie verfallen, werden als Scheunen, Futterlager oder gar nicht mehr benutzt. Ein paar wurden die letzten Jahre restauriert, meist von Ausländern oder Römern, die sich ein Wochenendhaus daraus gemacht haben, die die alten Mauern wieder aufbauen, die alten Eichenbalken wieder richten und die Dächer neu decken. Ich liebe diese Häuser, aber dass man dafür soviel Geld bekommen sollte, war mir neu.

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, denn mein Vater setzt wieder an: „Und wie stellst du dir das vor, äh, ich gebe dir mein Haus und dann? Was machst du dann, wer soll aus Deutschland kommen und von meinem Haus wissen?“

„Vittorio, ich biete es in Deutschland an, und dann kommen die Deutschen und kaufen es.“

„Du? Pah.“ sagt mein Vater „Du bietest es an, und dann kommen Deutsche? Wer bist du, kannst du deutsch, äh? Oder englisch? Oder irgendwas außer deinem Dialekt? Wie willst du das machen, sag’s mir?“

Der andere lächelt, wie ein Jäger, der weiß, dass er die Beute hat. Er lehnt sich zurück, lächelt, streicht sich über den gewaltigen Bauch, lächelt und sagt: „Nein, Vittorio, ich kann kein deutsch.“ Er lächelt meinen Vater an, der starrt zurück. Und plötzlich fängt mein Vater auch an zu lächeln, und dann – in Zeitlupe – drehen beide den Kopf ganz langsam in meine Richtung, und der Mann sagt: „Nein, Vittorio, ich nicht, aber Chiara, sie ist doch eine halbe Tedesca, o no?“

 

(Unter „Fotos“ findet ihr ein Bild, das ich von meinem Zimmer aus aufgenommen habe.)

 

…ich fahre eine Woche früher los, so kann ich die ganzen Einladungen umgehen, die Abschiedspartys, die Umarmungen, all die Dinge, nach denen mir so gar nicht ist. Ich schaue ein letztes mal aufs Meer und setze dann meine tiefschwarze Dior-Brille auf. Die vertraute Straße weg vom Meer, vorbei an den weiten Feldern mit Blick auf die im Morgendunst liegenden Hügel, dann die Superstrada entlang in Richtung Autobahn. Ich fühle nichts, ich denke nichts, ich fahre einfach und hab nicht einmal das Radio an. Ich schaffe diesen Zustand bis Bologna, das ich nach etwa einer Dreiviertelstunde erreiche und dort biege ich an einem Autogrill ab. In der Bar trinke ich einen Caffè und dann noch ein Cola und kaufe eine Stange italienischer Marlboros, Zeitschriften, Tageszeitungen und einen Sixpack Wasser mit den großen Zwei-Liter-Flaschen. Über der Kasse hängt ein Spiegel und ich sehe darin aus wie ausgespuckt und ich schiebe die Sonnenbrille schnell nach unten, vor mein Gesicht und zahle.

Kurz nach Modena bin ich am letzten großen Autobahnkreuz, wenn ich einfach weiterfahre komme ich auf die Autobahn nach Mailand und Turin, dort leben Freunde von mir, die mich aufnehmen würden und meiner Familie nie verraten würden, dass ich dort bin. Aber ich biege ab in Richtung Brenner und das übergroße „D“ auf dem Schild hat etwas bedrohliches und mir wird langsam bewusst, dass ich nicht mehr lange hier zu Hause sein werde. Etwas später fahre ich wieder ab und sitze im Auto und starre aus dem Fenster ins Nichts und irgendwann raffe ich mich auf, tanke und fahre durch die monotone Po-Ebene bis die ersten Hügel auftauchen, die den Talkessel für den Gardasee bilden.

Dann tauchen die Alpen plötzlich am Horizont auf und die weißen Schneefelder scheinen mich höhnisch auszulachen und als ich dann bei Trento beginne mich langsam höher und höher in die Berge zu bewegen, signalisiert mein Handy eine SMS und ich fahre beim Versuch sie zu lesen fast in einen LKW. Ich habe keine Lust, schon wieder anzuhalten, aber der Gedanke, von wem die Nachricht sein könnte macht mich fast verrückt und ich drehe das Radio an und bekomme aber keinen italienischen Sender mehr richtig rein und irgendwann bin ich am Brenner und dort fahre ich auf einen Parkplatz und lese mit zitternden Händen die SMS von Stefano. Meine Tränen verschmieren das Display und der Text verschwimmt vor meinen Augen und einen Moment denke ich, ich könnte damit die Nachricht auslöschen, in der er mir mitteilt, dass es aus ist und er mir alles Gute wünscht, aber nicht mehr da sein wird für mich. Ich steige aus und die kalte Luft gibt mir den Rest, ich lehne mich mit schwachen Beinen an mein Auto und stehe so bis ich am ganzen Körper vor Kälte zittere.

Durch Österreich rase ich ohne Rücksicht auf irgendwelche Geschwindigkeitsbeschränkungen, ich will nur raus aus diesem Auto und verpasse die Hinweise auf die Staatsgrenze und merke nur an den blauen Schilder irgendwann, dass ich in Deutschland angekommen bin.

Das Navi lotst mich bis zur Wohnung eines Cousins, die ich nutzen werde und die eigentlich für Leute wie mich gekauft wurde, Leute aus unserer Familie, die für irgendetwas eine Weile nach Deutschland kommen. Ich drücke auf den Sender und fahre in die Tiefgarage und auf den Platz den er mir gesagt hat. Der Wohnungsschlüssel liegt unter einem Stapel Reifen und der Abdruck des Schlüssels am Boden lässt vermuten, dass er wohl schon immer hier hinterlegt ist. Im Lift finde ich den Knopf für den dritten Stock nicht, bis ich kapiere, dass es keinen Knopf gibt sondern ich den Schlüssel nehmen muss und der Lift bringt mich nach oben direkt in die Wohnung.

Ein Penthouse kenne ich nur aus Filmen, ich war vorher noch nie in einem – mir sind Wohnungen fremd, bis auf die eine Woche in Ravenna habe ich noch nie in einer gelebt. Das Wohnzimmer ist riesig und die untergehende Sonne scheint durch die Fenster, die an allen Seiten sind, überhaupt scheint diese Wohnung gar keine Wände zu haben, sondern nur aus Glas zu bestehen. Ich ziehe meine Schuhe aus und der Holzboden fühlt sich gut an. In einem Teil des Wohnzimmers steht ein riesiger Fernseher, ich sehe zwei Receiver und noch einige Geräte und als erstes mache ich den Fernseher an, denn die Stille erdrückt mich. Der große Landhaustisch auf der anderen Seite des Zimmers gefällt mir und die riesige Küche zieht mich magisch an, aber dann sehe ich den Elektroherd und der Hauch eines Lächelns, der sich in mein Gesicht gekämpft hatte, verfliegt, denn ich hasse es, ohne Gas zu kochen und denke ohnehin, dass ich nie wieder etwas essen werde. Ich laufe weiter durch die Wohnung und zähle drei Schlafzimmer und zwei Bäder. Eine Treppe führt eine Etage tiefer, hier ist ein weiteres Schlafzimmer und ein großes Arbeitszimmer und scheinbar noch ein Zugang zur Wohnung. In der Küche öffne ich den Kühlschrank, aber er ist leer und nicht in Betrieb und ich suche mechanisch alle Schränke ab, bis ich die Caffettiera finde und eine frische Packung Espresso und koche mir einen Caffè. Die Dachterrasse führt um die ganze Wohnung herum und ich klammere mich an der Kaffeetasse fest und rauche und als die Dämmerung in Dunkelheit übergeht und ich mich kurz bewege, flammen unzählige Halogenfluter auf, die von Sensoren gesteuert werden und ich zucke zusammen und habe plötzlich das Bild vor mir, wie ich vor drei Tagen aufgewacht bin, nachdem Stefano gegangen war und die Blitze durchs Fenster gezuckt sind.

Die Nacht ist stockdunkel und ich wache immer zu auf und finde mich nicht zurecht und vergesse ein Licht anzumachen, und als ich das nächste mal aufwache kann ich überhaupt nichts erkennen und ich bekomme Panik, weil ich nicht weiß, ob ich träume oder ob ich zurück bin, gefangen, bei meinem Tauchunfall und ich beginne um mich zu schlagen und nach Luft zu schnappen, bis ich wirklich sicher bin, dass ich nicht im Wasser bin und atmen kann und dann weiß ich, dass meine Alpträume wieder da sind.

(Aus iL Tedesco – Der Deutsche)

iL Tedesco – Der Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

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…es nieselt leicht als ich am Meer entlang laufe und die Wellen lecken gierig an den Strand und versuchen ihm Sand abzunehmen, den sie mit ins Meer tragen – der immer gleiche Kampf. Noch sind die Dünen nicht aufgeschüttet und die Mauern nicht aufgerichtet, die den Strand den Winter über schützen werden. Aber die Bagnos sind schon verlassen und leer und die ersten haben bereits die Fenster mit Balken vernagelt. Ich starre lange zum Horizont und sehe Bilder des Sommers, die wie die Wellen vor und zurück tanzen und mir wird wieder etwas schwindlig. Ich bin allein am Strand und ohne lange zu überlegen ziehe ich meine Kleider aus und laufe ins Meer. Das Wasser ist so kalt, dass mir kurz die Luft wegbleibt, aber dann schmecke ich das vertraute Salz des Wassers auf meinen Lippen und beginne zu lächeln und schwimme mit kräftigen Zügen weiter raus. Der Wind wird immer stärker und ich merke wie langsam die Ebbe einsetzt und mich wie an einem Gummiband mit aller Kraft immer weiter nach draußen zieht – ein Zug Richtung Strand und zwei Längen sofort wieder zurück. So lege ich den Kopf aufs Wasser, mache mich ganz lang und beginne ohne abzusetzen zu kraulen, wie mein Vater es mir beigebracht hat. Immer drei Längen, Luft holen, drei Längen, Luft holen. Dann liege ich im Sand und pumpe wie ein Maikäfer und mir laufen Tränen übers Gesicht und ich schaue in den Himmel und lache und bin glücklich.

Stefano wartet in einer kleinen Bar auf mich. Er sieht fantastisch aus mit seinen schwarzen glänzenden Locken und den dunklen Augen. Er hat eine Flasche Wein auf dem Tisch, die schon fast zur Hälfte geleert ist und ein paar kleine Snacks. Ich küsse ihn auf den Mund und setze mich ihm gegenüber. Es passt ihm nicht, dass ich alleine nach Deutschland gehen werde, es passt ihm nicht, weil er sagt, es mache ihn lächerlich, wenn seine zukünftige Frau ganz alleine in ein anderes Land geht, wo sie Versuchungen ausgesetzt sein wird und sie jeder anmachen will. Noch bevor ich bestellen kann, streiten wir bereits und obwohl ich gar nicht gehen will, und obwohl ich so traurig bin, und obwohl ich eigentlich reden möchte, was ich tun kann um zu bleiben, obwohl ich ihn jetzt so dringend bräuchte und obwohl ich ihm das alles sagen möchte, lasse ich mich in die Defensive drängen und fange an mich zu verteidigen, ihm zu widersprechen, ihm zu erklären – was ich eigentlich selbst nicht glaube.

Wir zahlen und gehen aus der Bar und ich habe wieder Kopfschmerzen wie am morgen, aber wir gehen zu mir nach Hause und ich schlafe mit ihm. Er ist voller Wut und hart und brutal und auf einmal steigt in mir so ein Gefühl von Trotz und Trauer hoch, so intensiv und ich kratze seinen Rücken blutig und will ihm einfach weh tun. Plötzlich verändert sich sein Blick und er nimmt meine beiden Hände in seine Hand und zieht sie nach oben, so dass ich ausgestreckt bin als wäre ich mit den Armen am Kopfende des Bettes gefesselt und er stößt wild in mich und irgendwie macht es mich geil, aber plötzlich wird mir klar was er vorhat, dass er mich schwängern will bevor ich gehe und ich fange an mich aufzubäumen, aber er drückt sein ganzes Gewicht auf mich und ich winde mich und kann mich im letzten Moment unter ihm heraus drehen und er ergießt sich über meine Schenkel und mein Knie. Dann steht er wortlos auf, zieht seine Hose an und sein T-Shirt und verlässt das Haus und als die Türe mit lautem Krach ins Schloss fällt krümme ich mich zusammen wie ein Baby und weine lautlos in mein Kissen und rieche lange seinen Geruch im Zimmer und an mir, während ich regungslos daliege und sich alles in meinem Kopf dreht.

Ich muss eingeschlafen sein, denn mir ist plötzlich kalt und draußen zucken Blitze und die Donner lassen jedes Mal das Haus beben und ich ziehe die Decke über mich die noch feucht ist und nach Liebe riecht und ich halte sie im Arm und murmle seinen Namen – immer wieder bis ich endlich schlafen darf…

(Aus iL Tedesco – Der Deutsche)

iL Tedesco – Der Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

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…ich wache auf weil mir jemand pausenlos auf den Kopf schlägt und merke erst nach einer ganzen Weile, dass es dröhnende Kopfschmerzen sind und kann mich an nichts erinnern außer an diese schwärze in der Nacht, als ich versucht hatte, Konturen im Zimmer zu erkennen, was ich immer versuche, wenn ich nachts aufwache, um sicherzustellen, dass ich da bin und nicht wieder unter Wasser gefangen – wie damals. Mich überkommt kurz Panik und ich sehe mich um, aber ich bin allein und wanke in das kleine Bad neben meinem Schlafzimmer und vermeide es, in den Spiegel zu sehen. Das Meer ist grau und trüb und das bedeutet, dass es Sturm geben wird heute und ich klettere in die Dusche und sehne mich nach kaltem Wasser, aber mir wird so schwindlig, dass ich doch lieber heiß dusche und danach muss ich mich erst ein paar Minuten setzen, bevor ich mir ein Handtuch nehme in das ich mich einwickle und nach unten gehe um Kaffee zu kochen.

Ich sitze in der Küche und rauche und schenke mir immer wieder Caffè nach aus der Caffettiera und rauche und starre aus dem Fenster. Ich erinnere mich noch, dass ich vom Leuchtturm zu Piazza gelaufen bin und ein paar Freunde dort waren und mich mitgenommen haben in ein Lokal. Auch dort konnte ich nichts essen und habe Wein bestellt, den der Wirt in einem Glaskrug gebracht hat der so kalt war, dass er außen ganz nass wurde und ich hatte meine Stirn kurz dagegen gedrückt und mich nach etwas gesehnt, dass ich nicht beschreiben konnte. Danach waren wir in einem Club und ich hatte immer mehr getrunken und getanzt und schließlich wird die Erinnerung ein immer dichterer Nebel aus Wortfetzen und Bildern, die sich aber nicht zusammensetzen lassen und ich gebe auf und starre wieder aus dem Fenster aufs Meer, das mittlerweile fast grün ist und die ersten Wellen zerbersten an den vorgelagerten Felsen und schießen als weiße Schaumfontänen in den Himmel.

Dann laufe ich durch das kleine Haus und bleibe immer wieder stehen und überlege verschiedene Sachen ohne eigentlich zu begreifen, was ich denke und verliere mich in der Vorstellung, es sei erst Frühling und der Sommer würde noch kommen und alles wäre wie immer und ich müsste es nicht tun und könnte einfach so weitermachen wie immer.

Gleichzeitig mit dem Beginn des Klingelns des Telefons schlägt der erste Vorbote des heranziehenden Sturms mit lautem Knall ein Fenster zu und mir wird in diesem Moment bewusst, dass der Sommer vorbei ist und vielleicht nie wieder so sein wird wie er war und ich lasse es endlos klingeln bis ich endlich abhebe und es ist Stefano und ich sage lange nichts während sich meine Augen wieder mit Tränen füllen und ich den Hörer kraftlos sinken lasse…

(Aus iL Tedesco – Der Deutsche)

iL Tedesco – Der Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

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ich sitze in der kleinen Bar am Hafen und trinke einen Espresso, rauche, schaue den Schiffen zu, die hinaus fahren. Die Sonne steht schon tief und obwohl es noch warm ist, merkt man bereits den kühlen Unterton des bevorstehenden Herbstes. Paolo fragt mich, ob ich noch einen caffè möchte, und ich schüttle nur abwesend den Kopf und starre weiter auf die Schiffe und spiele mit meinem Feuerzeug und versuche zu erkennen, was anders ist und merke, dass es die Schatten sind, die etwas anders ausfallen als noch im August, als wir noch jeden Tag am Meer verbracht haben und die Nächte am Strand, wo wir Fisch gegrillt haben und Musik gehört und geredet und gelacht.

Ein paar Männer die ich entfernt kenne, weil sie oft bei uns auf dem Hof sind und mit meinem Vater Geschäfte machen, kommen in die Bar und grüßen mich im vorbeigehen und ich nicke nur und drehe mich weg weil ich nicht reden möchte. Unter der Sonnenbrille füllen sich meine Augen mit Tränen und ich schlucke kräftig und versuche sie zurückzuhalten und bekomme dieses Druckgefühl im Hals, das man immer hat wenn man heulen muss und eigentlich gar nicht will.

Ich hebe die Hand und versuche mit fester Stimme ein Glas Weißwein zu bestellen, aber meine Stimme ist so leise, dass ich es dreimal sagen muss und als Paolo fragt, ob alles in Ordnung ist, nicke ich wieder und zünde mir noch eine Zigarette an. Ich will nicht, ich will einfach nicht. Es ist nur für ein oder zwei Monate haben sie mir gesagt, aber ein oder zwei Monate sind lang, sehr lang – und ich weiß, dass ich das nicht überstehen werde und versuche mir einen Plan auszudenken, warum ich es nicht tun werde. Paolo bringt den Weißwein und alles was man sonst noch so bekommt, wenn man in Italien in einer Bar gegen Abend oder am späten Nachmittag einen Drink bestellt, kleine Schnitten, Oliven, Käse, Chips, Erdnüsse. Da ich fast jeden Tag hier bin bekomme ich die VIP-Ausstattung, aber ich habe keinen Hunger und rühre nichts an, was ein Fehler ist, denn natürlich kommt Paolo sofort und fragt mich, ob etwas nicht stimmt. Ich starre ihn durch meine fast schwarze Sonnenbrille nur an und versuche zu lächeln und schüttle den Kopf und sage dann, dass alles in bester Ordnung ist, was er mir nicht glaubt. Als er in der Bar verschwindet lege ich schnell etwas Geld auf den Tisch und kippe den Wein runter und flüchte. Ich laufe zum Leuchtturm und das letzte Stück ziehe ich meine Schuhe aus und laufe durch den nassen Sand und genieße die Kühle und die Körner die sich durch meine Zehen drücken und am Leuchtturm setze ich mich auf den Felsen und lehne mich an und schließe die Augen.

Ich weiß nicht wie lange ich so sitze aber es wird kalt und die Sonne wirft jetzt so lange Schatten und bis auf ein kleines Schiff am Horizont ist das Meer leer und ich bin allein mit ihm und ich greife in den Sand, nehme eine Handvoll, die ich durch die Finger rieseln lasse und sage ganz leise „ich liebe Dich.“

(Aus „iL Tedesco – Der Deutsche“)

iL Tedesco – Der Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

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Ich bin aufgewachsen in der Nähe von Ravenna, auf einem Bauernhof. Wir bauen hauptsächlich Wein und Oliven an, Tiere halten wir nur für den Eigenbedarf. Wir besitzen sehr viel Land, das bis in die Hügel hinter Ravenna reicht. Von meinem Zuhause aus ist man in gut zehn Minuten in Ravenna und in fast der gleichen Zeit am Meer.

Unser Haus ist fast dreihundert Jahre alt, sehr groß und sehr sehr verwinkelt. Wie alle klassischen Natursteinhäuser, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, ist das Haus über die Jahre immer wieder erweitert und angebaut worden. Damals ging man nicht in den Baumarkt und es gab natürlich auch keine Normen. Baute man ein neues Zimmer an, so nahm man, was verfügbar war, so hat auch unser Haus überall verschieden große Fenster, kleine Türen, große Türen, niedrige, welche mit zwei Flügeln – alles wild gemischt. Da das Haus an einem Hang steht, gibt es verschiedene Eingangsebenen, auch innen sind die Räume auf verschiedenen Höhen gebaut, wenn man von einem Flügel in den anderen läuft muss man teilweise zwei oder dreimal kleine Treppen rauf oder runter gehen. Ich liebe unser Haus und lausche nachts oft seinen Geschichten, ich habe bei diesen alten Häusern immer das Gefühl, dass sie über die Jahrzehnte alles speichern, was in Ihnen passiert ist – und das ist in dreihundert Jahren eine Menge. Es wurden viele Kinder in ihm geboren und ebenso sind viele Menschen aus unserer Familie im Lauf der Zeit darin gestorben, es wurde gestritten, gefeiert, gelacht und geweint. Es wurden Hochzeiten gefeiert und Kinder gezeugt. Ein Cocktail aus Leben, Tod und Emotionen.

Als mein Studium in Ravenna begann, habe ich mir in der Stadt eine kleine Wohnung gesucht, um zu Fuß zur Uni gehen zu können. Dort habe ich eine knappe Woche gewohnt, dann wurde es mir zuviel. Von meinem Schlafzimmer aus kann ich in die sanften Hügel der Emilia schauen. In Ravenna blickte ich auf die Hauswand gegenüber. Zuhause sehe ich die weiten Felder, Wiesen und die Weinstöcke, in Ravenna hatte ich ein paar Blumenkübel auf dem Balkon gegenüber.

Wir besitzen auch eine kleine Viletta direkt am Meer. Im Gegensatz zu unserem Hof ist sie winzig. Im Erdgeschoss ist ein kleines Wohnzimmer und eine offene Küche, vor und hinter dem Haus eine kleine Terrasse, damit man mit dem Schatten mitwandern kann. Im ersten Stock sind zwei Schlafzimmer und ein winziges Bad. Das Haus ist weiß gestrichen und die Farbe blättert ab seit ich denken kann, die salzige Luft und die hohe Feuchtigkeit vertragen sich nicht mit Putz und Farbe. Aber mehr braucht man nicht, denn am Meer lebt man ohnehin fast nur draußen.

Ich habe viele schöne Erinnerungen an dieses kleine Häuschen. Von unserem Hof aus ist man in gut zehn Minuten am Strand – an normalen Tagen. Ab Juni, wenn die Touristen am Samstag ihren Anreisetag haben und am Sonntag ganz Italien ans Meer strömt sind die wenigen Zufahrtsstraße schnell verstopft und man kann ganz locker eine Stunde im Stau stehen. So sind wir Kinder und meine Mutter oft am Freitagabend in das Haus gefahren und haben im Sommer das ganze Wochenende dort verbracht. So konnten wir um sechs Uhr den Sonnenaufgang bestaunen und um halb acht die ersten in der Strand-Bar sein und in aller Ruhe Frühstücken.

Als ich in der Wohnung in Ravenna saß, fielen mir diese Zeiten wieder ein und ich packte meine Sachen und zog in das Haus am Meer. Lieber fuhr ich jeden Tag die paar Minuten, aber ich fühlte mich wieder frei und sah von meinem Bett aus jeden morgen das Meer – wie damals, als ich ein Kind war.

INTRO

Benvenuto, Herzlich Willkommen, auf meinem Blog

Als ich 2010 nach Deutschland kam, habe ich hier begonnen, mir mein Heimweh von der Seele zu schreiben. Daraus sind inzwischen viele Kategorien entstanden, die ich je nach Stimmung nach und nach angelegt habe. Am umfangreichsten wurde mit der Zeit die Kategorie „iL Tedesco – Der Deutsche“ in der ich nicht nur über die Liebe meines Lebens geschrieben habe, sondern auch vieles aus meinem eigenen Leben verarbeitet habe. Die vollständige Geschichte meiner Kindheit auf einem Weingut in der Emilia Romagna und meine Jahre als Architektin in Italien, bis ich für ein Projekt meiner Familie nach Deutschland gehen musste, habe ich in meinem Roman „iL Tedesco – Der Deutsche“ erzählt.

Auch in Deutschland habe ich viel erlebt, so dass ich meine Jahre und die damit verbundenen Erlebnisse hier soeben in meinem aktuellen Roman „La Tedesca – Die Deutsche“ veröffentlicht habe:

Cover-Print

La Tedesca – Die Deutsche ist soeben als Buch erschienen:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> ibooks-Apple

-> Der Trailer zum Buch

( Coverfoto: © Evgeniya Porechenskaya / shutterstock .com )

Teil 1 meiner Biografie, meine Jahre in Italien, Titel „iL Tedesco – Der Deutsche“:

Cover-Print

„iL Tedesco – Der Deutsche“ ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> ibooks-Apple

Das INTERVIEW zum Roman: -> INTERVIEW

(Cover-Foto: © pitrs – Fotolia.com / Coverdesign: Kopainski Artwork)

Mein dritter Roman ist diesen Sommer erschienen, in „Chiara und die alte Abtei“ erzähle ich eine Geschichte, die ich während meiner Arbeit als Geometra bei einem Auftrag ganz weit im Süden Italiens erlebt habe:

Cover-Print

Chiara und die alte Abtei ist ab jetzt erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> itunes-Apple

-> Trailer zum Buch: youtube

(Coverfoto: © Anna Biancoloto / shutterstock .com / Coverdesign: Kopainski Artwork)

    Über das Buch:

Es ist einer der heißesten Sommer, als sich Chiara bei der Arbeit auf dem Weingut ihrer Eltern nach Abkühlung sehnt. Ein vermeintlich einfacher Auftrag für sie als Architektin scheint genau das zu versprechen. Eine alte Abtei, ganz im Süden Italiens, soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Lorenzo, ihr ehemaliger Professor, bittet sie, die alten Pläne zu überarbeiten. So reist Chiara in das kleine Dorf Coresi in den Hügeln über dem Meer, ganz unten am Ende des Stiefels. Doch weder die alte Abtei noch der versprochene kleine See dort, entpuppen sich als leichte Herausforderung. Viele alte Geschichten, die sich um die Ruine ranken, skurrile Begegnungen aller Art mit den Dorfbewohnern, versteckte Warnungen, dubiose Bauunternehmer, zwielichtige Gemeinderatsmitglieder, all das verschleiert das eigentliche Geheimnis der alten Abtei. Chiara benötigt ihre gesamte Kombinationsgabe, um die einzelnen Handlungsstränge zu entwirren und den alten Mauern Schritt für Schritt die wahre Geschichte zu entlocken.
Wie immer hilft ihr dabei ihre Gabe, sich, egal wo, schnell ein Netzwerk an Freunden aufzubauen, nebenbei die besten Lokale der Region aufzuspüren und bei dem einen oder anderen Glas Rotwein einen kühlen Kopf zu bewahren.
Und auch wenn ihr Temperament sie so manches Mal die Abtei verdammen läßt, so setzt sie doch schließlich alles daran, die historischen Mauern vor dem drohenden Abriss zu retten.
Mal spannend, gelegentlich leicht gruselig, aber überwiegend heiter und unbeschwert, will dieses Buch einfach ein charmanter Begleiter für ein paar sehr vergnügliche Lesestunden sein. Denn Chiaras größtes Ziel bei der ganzen Unternehmung ist es, rechtzeitig zu den Augustferien wieder zurück an „ihrem“ Strand zu sein.
Heiße Tage, laue Nächte, kühler Wein. Lassen Sie sich einfangen, egal wo Sie das Buch lesen, der unbeschwerte Genuss eines südlichen Sommers ist auf jeden Fall garantiert.

Nachfolgend ein kurzer Überblick, was ihr sonst noch im Blog findet:

iL Tedesco: die Geschichten bildeten die Grundlage für den gleichnamigen Roman von mir

Daily: ein paar kurze Gedanken zu Alltäglichem

STRANDGESCHICHTEN: was ich so in Italien erlebt habe

ABSCHIED: wie ich Italien verließ und nach Deutschland kam

HEIMATURLAUB: zu Besuch zu Hause in Italien

ARBEIT: mein Job, was ich tue

ZUHAUSE: mein Elternhaus und mein Haus am Meer

P.S. viele Geschichten haben eine Fortsetzung, die sind dann nummeriert, neueste immer zuoberst

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